Featured: And She Was Like: BÄM! - Designerinnen im Gespräch

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Text: Nicole Neuser & Fotos: Beatriz Montilla

And She Was Like: BÄM!: Eine ziemlich klare Aussage. Und genau so klar, wie der Name der Initiative, die vor zwei Jahren von fünf jungen Frauen aus dem Kunst- und Designbereich ins Leben gerufen wurde, ist auch ihr Ziel: Sie beteiligt sich aktiv an den Prozessen der Gleichstellung in Beruf und Gesellschaft - oder wie es auf ihrer Homepage heißt: „And She Was Like: BÄM! praktiziert zeitgenössischen Feminismus“. Die „BÄM! TALKS im Solution Space“ sind dabei eines von mehreren Formaten der Initiative und gleichzeitig die erste öffentliche Veranstaltungsreihe, zu der das fünfköpfige Team, bestehend aus Leonie Pfennig, Lisa Long, Lisa Pommerenke, Luise Pilz und Yvonne Rundio am 3. Juli bereits zum vierten Mal eingeladen hatte.

Wir waren beim "BÄM! TALKS #4" im Solution Space dabei und haben den Designerinnen Johanna Siebein und Sereina Rothenberger gespannt gelauscht, als sie im Gespräch mit Yvonne Rundio einen Einblick hinter die Kulissen ihrer Arbeit als Designerinnen geben. Johanna Siebein gründete 2010 gemeinsam mit Dirk Lauke das Designbüro Studio Lauke Siebein (Berlin/Amsterdam). Sereina Rothenberger betreibt mit David Schatz seit 2008 das Studio Hammer in Zürich. Darüber hinaus lehren beide Designerinnen an verschiedenen Universitäten. Perfekt also für einen Talk, in dem es vor allem um Selbständigkeit, Sichtbarkeit von Frauen in Design und den Unterschied zwischen Männern und Frauen in der Designszene geht.

Vom einmaligen Dinner zur Eventreihe

Und genau diese Fragestellungen sind überhaupt der Grund dafür, dass es „And She Was Like: BÄM!“ gibt, erzählt uns Lisa Pommerenke: „Im Designstudium gibt es oft einen großen Anteil weiblicher Studentinnen. Wir hatten jedoch den Eindruck, dass diese mit dem Start in das Berufsleben weniger sichtbar sind“. Um sich hierüber mit anderen Frauen aus Kunst, Design und Kultur auszutauschen, veranstalteten sie 2015 ein informelles Dinner, das gleichzeitig der Auftakt für „And She Was Like BÄM!“ war. Dass sie damit auf so viel Zuspruch und Interesse treffen würden, hätte die Frauen damals nicht gedacht. Mittlerweile ist die Initiative sogar Kooperationspartner des Frauenkultubüro NRW und wird vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Ich habe immer häufiger mit Anfragen zu tun, bei denen das Thema Frauen und Design eng miteinander verknüpft sind. Seien es Abschlussarbeiten oder Veranstaltungen, wie diese hier. Vor einigen Jahren war das - zumindest bei mir - so nicht der Fall.
— Sereine Rothenberger, Designerin

In den "BÄM! TALKS" im Solution Space kommen jedoch nicht nur Designerinnen zu Wort. Auch Künstlerinnen und Professorinnen, wie Ulrike Rosenbach und Uta Brandes oder die ZEIT ONLINE Journalistin Tina Groll im Gespräch mit ihrer Mentorin Marlis Hesse waren bereits zu Gast. „Zu unserer Gesprächsreihe laden wir Frauen ein, die auf ihrem Gebiet als Vorbilder gesehen werden können. Wichtig ist uns, dass wir junge Frauen bestärken, sich gegenseitig zu unterstützen und dass durch den offenen Austausch die Fähigkeiten junger Frauen sichtbarer werden“, so Lisa.

Gegenseitige Unterstützung im BÄM-Netzwerk

Neben den Talks gibt es einen offenen Stammtisch, der in regelmäßigen Abständen in Köln stattfindet. Das Ziel hier ist der Ausbau des persönlichen Netzwerks. „Uns ist es wichtig, dass wir uns gegenseitig auf dem Schirm haben. Wir wollen aktiv etwas tun und nicht nur darüber reden“, erklärt Lisa. Der Stammtisch und die neue Reihe „BÄM! Abendschule“ sind die einzigen Formate, die sich ausschließlich an Frauen richten. Bei allen anderen Veranstaltungen, wie zum Beispiel den „BÄM! Talks“, sind Männer jederzeit herzlich willkommen.

Der nächste „BÄM! TALK im Solution Space“ findet im September statt. Die genauen Termine zu allen Veranstaltungen werden auf der Seite von And She Was Like BÄM! bekannt gegeben.

Eure Nicole & Eure Bea

*Sponsored Post: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Gaffel Kölsch