Blumenworkshop mit Florist Anton

Text: Steffi Kutsch & Fotos: Leni Wolf & Nathan Ishar

Wenn sich Kindheitsträume im Erwachsenenalter erfüllen, ist das etwas ganz Bewegendes. So für mich geschehen dieses Wochenende beim Bloomon-Workshop durch den Star-Blumenstylisten Anton van Dujn.

Auf die Frage, was ich später werden wolle, hatte ich früher stets geantwortet: Friseurin, Floristin oder Lehrerin, weil alles so kreativ sei und mit Menschen zu tun habe. Da ich seit vielen Jahren ausdrücklich glückliche Lehrerin am Gymnasium bin, freute ich mich besonders, durch den Blumenworkshop nun in einen weiteren Traumberuf hineinschnuppern zu dürfen. Anton erzählte ich davon, was ihn zum Lachen brachte und worauf er entgegnete, dass dies tatsächlich die Momente seien, die er an seinem Beruf ebenso schätze.

Wie war er selbst zu Bloomon  gekommen, wollte ich wissen. Entdeckt wurde er von den Bloomon-Gründern als erfolgreicher Final-Kandidat in Hollands TV-Show „Hollands bester Blumenstylist“. Seine Blumenarrangements, die er Woche für Woche für die Abonnement-Kunden zusammenstellt, sind atemberaubend schön, auffallend stylisch und modern, und stets überraschend neu gestaltet. Das prächtigste Kunstwerk, der namentlich „größte Blumenstrauß Kölns“, begrüßte die zahlreichen fröhlichen Besucher der Veranstaltung bereits im Eingangsbereich von der Fensterfront des Mietschaufensters. Nach Eintritt hatte man die Wahl, aus zahlreichen, aufgereihten Blumenkübeln frische, bunte, heimische und exotische Blumen in allen Größen und Farben zu „pflücken“, um sich im Anschluss von Anton am Werktisch sein individuelles Blütenkunstwerk zusammenstecken zu lassen. Dabei plauderte er nett mit einem, man bekam zahlreiche Pflegetipps, auch Namen und Herkunft der jeweiligen Blumensorten berichtet, und erhielt zuletzt seinen Strauß geschenkt. Im Nu füllte sich der Raum mit strahlenden Menschen, die stolz ihren Strauß vor sich hertrugen, und, bei einem Gläschen Sekt, plaudernd, ab und an immer wieder erfreut ihr Blütenkunstwerk betrachteten. Die Blumenkübel leerten sich in Windeseile, ein ganzer Reisebus überfiel den Laden, zuletzt suchten sich manche in der Not gar aus dem grünen Blumenschnitt noch die letzten, übersehenen Blüten zusammen.

Der Ansturm auf die Sträuße spricht für sich. Ich lernte viel darüber, was zum geschmackvollen Arrangieren von Blumen-Kunstwerken notwendig ist: Zunächst entfernt Anton fast sämtliche Blätter von den Stielen, was sie sofort leichter, frischer und stylischer wirken lässt. Dann kombiniert er die unterschiedlichsten Stiellängen und Blumenarten miteinander; immer an einem ganz tiefen Punkt gehalten, damit sich die Blumen leicht bewegen können. Gerbera werden keineswegs, wie bei manch herkömmlichem Floristen, gedrahtet, sondern dürfen frei und natürlich, manchmal auch in Überlänge aus dem Strauß ragend, ihren Platz für sich beanspruchen. So schenkt er jeder einzelnen Blütenform Wertschätzung und ihren eigenen Wirkungskreis.

Zuletzt flüstert er mir noch ein Geheimnis zu: Am meisten liebe er es, schnell zu arbeiten, weil er dann keine Zeit habe, um beispielsweise über diesen oder jenen Platz im Strauß nachzudenken, sondern einfach aus dem Herzen heraus, gefühlsmäßig kreiere. WEARECITY bedankt sich aufrichtig für dieses besondere Blumen-Erlebnis!

Eure Steffi, Leni & Euer Nathan