Cliff McLane

Text: Lena Sommer & Fotos: Cliff McLane Gründer

Ich traf Cliff McLane das erste Mal im März diesen Jahres. Imposant und glitzernd stand er vorm Reineke Fuchs und lockt mit seinen Lichtern die Nachtmenschen an.

Wir traten näher und spinksten etwas vorsichtig um die Ecke. Unsere Vorsicht hielt nicht lange an und schon tauchte ein strahlendes Gesicht vor uns auf: „ Kommt rein und macht auch ein Foto.“, lud uns eine junge Dame ein. Durch eine kleine Bustür gelangten wir in eine andere Zeit.

Retrotapete, Samtcouch und ein riesiger Fernseher begrüßte uns im Inneren des Mercedes Benz Bus. Mit viel Elan und Freude erklärte uns die Dame wie alles funktionierte. Wir tummelten uns alle Mann auf der geräumigen Coach und mit einem kleinen Auslöser wurde die Fisheyekamera, welche sich in dem riesigen Fernseher verbarg ausgelöst. Die Bilder wurden direkt auf einem Bildschirm rechts oben gezeigt, sodass jedes neue Bild Lachen auf die Gesichter zauberte. Zudem entstanden endlich mal vorzeigbare Bilder von einer Partynacht. Welche man sich zum einen alle per Email zusenden konnte und zum anderen einen Ausdruck direkt in die Hände ausgehändigt bekam. Hier können Smartphonselfies ganz sicher nicht mithalten.

Ein paar Monate später traf ich den guten Cliff am Schokoladenmuseum erneut und dieses Mal machten wir wirklich persönliche Bekanntschaft und tauschten Telefonnummern aus. Mir gefiel sein äußeres und inneres Auftreten wieder so gut, dass ich mich näher für seine Vergangenheit interessierte.

Wieder ein paar Monate später war ich endlich so weit seine Eltern kennen zu lernen. Sarah und Christoph fanden sich und beschlossen Cliff McLane in die Welt zu setzen. Eine Idee wie sie vorher noch nie umgesetzt wurde. Wer kennt das Gefühl denn nicht?! Man sieht einen großen Bus und die Träumerein explodieren im Kopf wie schön das Leben wäre, würde man solch einen Bus besitzen würde und was man nicht alles damit machen könnte. Sarah und Christoph haben sich diesen Traum erfüllt und kauften 2015 ihren neuen Schatz. Mit viel Liebe und Sorgfalt wurde gebaut und gewerkelt und es entstand Cliff McLane. Ein Bus der etwas anderen Art. „Wir wollen ein Produkt an dem alles echt ist.“, sagt Sarah über ihr Baby. Und das stimmt. Die Tapete, das Sofa, die Accessoires - alles Originale und zeitgerecht. Man fühlt sich etwas wie in einer Zeitkapsel. Keine billige rosa Plastikgitarre oder lächerliche Pornobrillen – alles ist lebensnah und liebevoll zusammengefügt. Abgerundet wird das ganze Erlebnis durch die beiden Erziehungsberechtigten von Cliff.

Immer ein Lächeln auf den Lippen, hilfsbereit und mit Liebe bei der Sache. Zwei Menschen voller Freude und vollkommenem Elan dabei ihr Baby auf die Welt loszulassen. Zurzeit wohnen Cliff McLane und seine Eltern in Bonn, sind aber auf Veranstaltungen aller Art in ganz Deutschland unterwegs.

Sie werden einerseits gebucht und schreiben anderseits Anfragen an Events, die sie unterstützen wollen. Allerdings müssen es immer Events sein, zu denen sie auch selbst gehen würden. Die Authentizität steht hier noch weit vor dem Profit. Natürlich soll aus dem kleinen Baby auf lange Sicht ein selbstständiger und sich selbst finanzierender Jüngling heranwachsen, der den Eltern später eine schönes Heim ermöglicht, doch ist das Gleichgewicht hier der entscheidende Punkt.

„Romantik stinkt“ ist das Motto der beiden Gründer. Sie haben keine Lust auf Getue und Fassade, sondern möchten der Welt etwas mitgeben. Einen kleinen Moment, Freude, ein Foto und ein Erlebnis, das lange im Kopf erhalten bleibt und durch seine Stimmigkeit trotzdem zur Realität gehört. Passend dazu wurde der Name von Cliff McLane ausgesucht. Inspiriert von einer Scince-Fiction Serie in den 60-igern, welche mit dem Satz beginnt:

Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen schon Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von übermorgen.

Dieses Zitat beschreibt das Treffen mit Cliffs Eltern und seiner ganzen Persönlichkeit sehr gut. Ich glaube Cliff steckt zwar noch in den Babyschüchen, ist aber auf besten Wege ein ganz Toller zu werden. Mir hat er schon wunderbare Abende geschenkt und allem voran glitzernde handfeste Andenken, die mein Zimmer verschönern und die Erinnerungen an jene Abende immer wieder auf den Punkt bringen. Wenn ihr ihn von weitem seht, stattet ihm einen Besuch ab! Er freut sich über jeden und jede und hat ganz sicher ein paar Minuten voll losgelöster Freude und glitzendem Spaß für euch in Petto! In den Köpfen seiner Eltern sprudeln auf jeden Fall auch schon die nächsten Ideen und wir können nur hoffen, dass wir von Cliffs Geschwistern noch etwas zu hören bekommen.

Eure Lena Sommer