FEATURED: Das Poisson I U30 Menü

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Text: Charlotte Ebert & Fotos: Athenea Diapoulis

Ein Abend in einem der besten Fischrestaurants Kölns: Das Poisson

Hand aufs Herz: Wie oft geht ihr richtig gut essen? Ich meine jetzt nicht, dass gutes Essen teuer sein muss. Aber wie oft erwischt ihr euch dabei, wie ihr an einem schick aussehendem Restaurant vorbeigeht, denkt „Ach, von dem Laden habe ich schon gehört, da muss ich unbedingt mal hin.“ Und bei der nächsten Abendplanung ist das Vorhaben schon längst wieder verpufft, weil die Idee irgendwo im Zwischenhirn gescheitert ist und nicht mehr im Bewusstsein liegt.

Ich persönlich glaube ja, dass wir diese exklusiven und für uns zu schicken Restaurants unbewusst ausschließen, weil wir Hemmungen haben. Mit Mama und Papa dort essen zu gehen, geht klar. Aber mit der besten Freundin, seinem Lieblingsmenschen oder einfach nur, um mal den echten Schmuck auszuführen? Eher nicht so. Woran liegt das? Sind es die Worte Gourmet und Gault Millau, die man unweigerlich mit gehobener Gastronomie in Verbindung bringt und die uns abschrecken? Fühlen wir uns unwohl bei dem Gedanken, ein Restaurant zu betreten, bei dem Anzüge und teure Handtaschen dominieren? Und dann sind da noch die gehobenen Preise in Kombination mit Stoffservietten und Weinservice. Das überfordert doch.

Ralf Marhencke ist ein Koch und Restaurantbesitzer, der dem ganzen Spuk jetzt ein Ende bereitet. In seinem Fischrestaurant Poisson (Französisch für, wer hätte es gedacht, „Fisch“) gibt es seit kurzem ein Dreigangmenü, das alle unter 30 Jahren dazu einlädt, sauleckere und unkomplizierte Spitzengastronomie kennenzulernen. „Gutes Essen hat für mich etwas mit der Frische der Produkte zu tun“, erzählt der 51-jährige Gastronom. Es solle saisonal und vor allem produktnah sein: „Ich möchte den Steinbutt noch als Steinbutt erkennen und den Wirsing noch als Wirsing schmecken.“

Und das ist doch genau unser Ding. Denn Fakt ist ja: Wir lieben gutes Essen. Wir wollen es frisch, saisonal und handgemacht. Was gibt es besseres, als ein Erdbeersorbet, das nach frischen Erdbeeren schmeckt? Oder den Geschmack von Tomaten, die in der Sonne gereift sind und nicht in einem Karton? Bringt man diese Zutaten in eine entspannte Atmosphäre mit Freunden, entsteht ein wunderbarer Abend.

Athenea und ich haben das neue U30 Menü getestet und es fällt mir gerade schwer, nicht nur die Worte „überragend“, „extremst lecker“ und „mehr davon“ zu benutzen. Aber der Reihe nach, damit ihr auch alles nachvollziehen könnt.

Natürlich sind wir sehr charmant begrüßt worden und ja, die Jacken werden einem abgenommen, an der Garderobe aufgehängt und man wird zu seinem Tisch begleitet. Ist doch herrlich, wenn ein Abend so anfängt und man weiß, dass man sich von jetzt an um nichts kümmern muss. Das Menü startet mit einem Aperitif, in diesem Fall mit einem Franciacorta Brut aus der Lombardei. Franciawiebitte? Es handelt sich hierbei um einen Schaumwein: Es prickelt, schmeckt nach reifem Obst und stimmt uns auf unseren Abend ein. Santé! Dazu wird das sogenannte Amuse Bouche serviert, der kleine Gruß aus der Küche: Bärlauchmatjes mit Wachtelei und Apfel-Sellerie. Oh lálá machen unsere Herzen.

Seit 2007 macht Ralf Marhencke mit einem jungen Küchenteam alle Fischliebhaber in und um Köln herum glücklich. Schon seit seinem 16. Lebensjahr ist der gebürtige Mainzer in der Gastronomie zu Hause. Klar, dass er da schon viele Küchen an unterschiedlichsten Standorten gesehen hat. Gelernt hat er damals im Hotel Leineturm Northeim, anschließend ging es nach Berlin. Aber die prägendste Zeit hatte der Wahlkölner wohl die Jahre danach in Kalifornien, Los Angeles und San Francisco. Fast zehn Jahre lebte er sich dort kreativ in der Küche aus, arbeitete dort schon viel mit dem Produkt Fisch „und lernte ihn zu lieben“, wie er heute sagt.

An unserem Tisch geht es weiter mit Meerestieren, wie auch wir sie lieben werden: gebratene Calamaretti mit Peperoncini und jungem Knoblauch. Zu jedem Gang wird ab jetzt ein anderes Glas Wein gebracht, denn das Menü beinhaltet auch eine Weinbegleitung. Zu den Calamaretti bekommen wir einen trockenen Grauburgunder vom Weingut Villa Wolf aus der Pfalz. Athenea, die mit der griechischen Küche aufgewachsen ist, in der Fisch so häufig Platz einnimmt wie bei uns Deutschen die Kartoffel, befindet die kleinen Tintenfische als „extremst lecker“. Ich kann ihr nur zustimmen. Und nicht nur wir scheinen dies so zu empfinden. Die Calamaretti gibt es seit dem ersten Tag im Restaurant. „Die kommen so gut an, die sind von der Karte nicht mehr wegzudenken“, sagt uns Ralf Marhencke später.

Die Atmosphäre im Restaurant ist entspannt, aber lebhaft. Das liegt an der offenen und bistroartigen Art, in der das Poisson gehalten wird. Holzige Tische, weiche Lederstühle und zwei Showküchen, die es ermöglichen, dass man den Köchen beim Anrichten zusehen kann. Die Showküche war es damals auch, die Ralf Marhencke gereizt hat, den Laden zu übernehmen. 2000 war der Gastronom nach Deutschland zurückgekehrt, stationierte derzeit wieder in Berlin und bekam von einem Freund den Tipp, dass es eine freie Location in Köln gäbe. Marhencke sah die offene Küche und zog samt Fischliebe ein. Mit ihm bekam Köln ein Fischrestaurant auf neuem Niveau. Sagt auch der hiesige Restaurantführer Gault Millau, der dem Restaurant diesem Jahr 15 von 20 Punkten gab. Und trotzdem arbeitet das gesamte Team in Sneaker und der Service wuselt fröhlich um die Tische herum. Von wegen steif und so.

Das Geräusch von brutzelndem Fisch mischt sich mit angeregten Unterhaltungen und „I would walk 500 Miles“ von The Proclaimers. Und - oh ja – für unseren Hauptgang würde ich in der Tat die ein oder andere Extrameile auf mich nehmen. Serviert wird Wolfsbarsch auf Kräuterpüree mit Wurzelgemüse. Wenig Chichi in Worten, aber großes Geschmackstamtam auf dem Teller. Dazu gibt’s einen Sauvignon Blanc von Le Monde aus Italien.

Dass hier schon die ein oder andere Flasche Wein geleert wurde, sieht man an der beeindruckenden Flaschensammlung, die als Dekoration aufgereiht wurde. Im Fenster des Poissons reihen sich spezielle Flaschen von weltweiten Weingütern auf. Alle fassen mehr als drei Liter und sprechen für besondere Anlässe, die hier gefeiert wurden und dem Restaurant einen einzigarten Charme verleihen.

Bevor wir jede einzelne begutachten und uns eine Geschichte zu ihr ausdenken können, kommt auch schon unser Dessert: Ein Mangocreme-Schnittchen mit Joghurtmousse und Himbeereis. Kaum vorstellbar, dass man so eine Kreation von Hand hinbekommt. Dazu mehr Wein natürlich. Wir verfallen nicht nur dem Schnittchen, sondern auch der Beerenauslese von Umathum aus Österreich.

Spätestens jetzt wollen wir uns zu den Flaschen im Fenster einreihen und nicht mehr fortgehen. Aber alle schönen Dinge haben ja bekanntlich ein Grande Finale. In unserem Fall sind das ein Espresso und ein Absacker, schöngeschrieben: Digestif.

Nicht nur unser Geschmackszentrum im Gehirn ist rundum zufrieden und strahlt unaufhörlich Glücksbotschaften aus. Wir sind auch um eine Erkenntnis reicher: Es ist an der Zeit, dass wir unsere Hemmungen ablegen und mehr von Abenden wie diesen im Poisson verbringen. Mit der besten Freundin, dem Lieblingsmenschen oder einfach, um den echten Schmuck mal auszuführen.

Übrigens noch nice to know für Euch: Natürlich wird beim U30 Menü nicht nach Eurem Ausweis gefragt. Dennoch müssen Interessierte unter 30 Jahre alt sein. Das Team freut sich, wenn ihr bei der Reservierung angebt, dass ihr wegen dem Menü kommt. Für 49 Euro pro Person werden euch dann ein Aperitif plus Amouse Bouche, das Dreigangmenü mitsamt passender Weinbegleitung und abschließend ein Espresso und ein Digestif serviert.

Restaurant Poisson:
Wolfsstrasse 6-14
D-50667 Köln

Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag: 12.00 – 15.00 Uhr und 18.00 – 22.00 Uhr
Samstag: 12.00 – 22.00 Uhr durchgehend geöffnet
An Montagen sowie Sonn- und Feiertagen ist geschlossen.

Weitere Infos erhaltet ihr unter: www.poisson-restaurant.de
Facebook: www.facebook.com/pages/Poisson-Restaurant

Lasst es Euch schmecken!

Eure Lotte & Athenea

*Sponsored Post: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem Team des Poissons.