Featured: Singer Songwriter Slam – ein gemütlicher Abend mit Jacky Bastek

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Text: Julia Felicitas Allmann & Fotos: Florian Yeh

Vielleicht werden wir irgendwann an diesen Abend zurückdenken und allen erzählen: Damals haben wir Jacky schon gesehen. Damals spielte sie im Wirtshaus Spitz auf der Neusser Straße. Damals war sie einfach ein Mädchen mit Chucks, Gitarre und Wahnsinnsstimme. Damals scherzte sie darüber, dass während ihrer Songs Schnitzel serviert wurden, damals studierte sie noch an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz – und genau deshalb kam sie damals an diesem Abend mit ihrer Gitarre vorbei.

Um zu zeigen, welche Talente der Songwriter-Studiengang in Köln hervorbringt, hat sich die Hochschule mit Gaffel und dem Gastronom Stefan Funke zusammengetan. Sie haben den Singer Songwriter Slam organisiert: eine kleine Konzertreihe, in der vier Studenten im Spitz spielen. In gemütlich-kölschem Umfeld, bei ganz normalem Kneipenbetrieb. Zu Beginn wird Jacky als „wunderbare Künstlerin“ angekündigt, „die mit ihrer Gitarre neue Wege bestreitet“. Was das bedeutet? Spätestens beim zweiten Song ist das allen klar. Wie Jacky singt, wie Jacky spielt, wie ihre Stimme das Gelächter der Theken-Gäste und den Geruch der gerade servierten Pommes in den Hintergrund drängt: Das kann man kaum beschreiben. Das muss man selbst hören.

„Irgendwie eine kuriose Situation heute Abend“, stellt Jacky zwischen ihren Liedern fest. „Vielleicht seid ihr eigentlich alle gekommen, um in Ruhe Kölsch zu trinken. Und jetzt stehe ich hier und spiele meine Songs.“ Die 20-Jährige scheint sich selbst nicht so ernst zu nehmen – dabei hätte sie allen Grund dazu. Bei Facebook hat Jacky mehr als 36.000 Fans, vor Beginn ihres Studiums vor einem Jahr tourte sie vor allem durch England und Schweden. „Im Ausland ist man immer ein kleiner Exot“, verrät sie uns in der Pause. „Hier in Deutschland kommen meistens weniger Leute, das ist ein komisches Phänomen.“

Im Spitz hören anfangs knapp 20 Leute zu. Doch während Jacky spielt, werden es mehr. Vielleicht werden sie von der Tafel auf dem Bürgersteig angelockt, vielleicht von Jackys Stimme, die durch die offene Tür nach draußen dringt. Vielleicht wollen sie auch tatsächlich nur ein Kölsch trinken und setzen sich dann zufällig dazu. „Hallo, schön, dass ihr auch kommt“, begrüßt Jacky die neuen Gäste. Dann verabschiedet sich mit einem kurzen „bis gleich“ – und versinkt in ihrem nächsten Song.

Als Kind nahm Jacky Geigen-Unterricht, mit 13 Jahren hat sie sich selbst beigebracht, wie man Gitarre spielt. Mittlerweile bezeichnet sie sich als Singer-Songwriterin und Fingerstyle Guitarist. Die Liebe für diese Art des Gitarrenspiels hat Jacky durch ein Youtube-Video entdeckt, ein paar Jahre später postete sie dort selbst ihre ersten Videos.

Ihr Song „No exit“ hat mehr als eine Viertelmillion Aufrufe, online ist sie schon ein kleiner Star.

Und wir sitzen an einem Donnerstagabend wenige Meter vor ihr, quatschen mit ihr, überraschen sie damit, nach ihrem zweiten Set noch eine Zugabe zu wollen. „Okay, aber dann kommt mit euren Stühlen zu mir nach vorn“, fordert Jacky. „Das ist doch viel gemütlicher.“
Also gehen wir noch näher ran, ihre Stimme geht noch tiefer rein – und die Entscheidung, ihr erstes Album zu kaufen, steht spätestens jetzt sowas von fest. Genau wie das Gefühl, dass dieses Mädchen mal ganz groß rauskommen wird.

Daran glaubt wohl auch Stefan Funke, der strahlende Augen bekommt, wenn er von der Songwriterin spricht. „Jacky ist toll“, sagt er. „Sie macht die ganze Sache einfach super.“ Der Gastronom hat die Künstler der Slam-Reihe in seinem Gasthaus persönlich ausgewählt – und es war ihm wichtig, dass bei den Auftritten keine klassische Konzert-Atmosphäre herrscht. Dass die Tische ganz normal stehen bleiben, dass der Betrieb ganz normal weiterläuft. „Das ist viel ungezwungener“, findet er.

Und die Konzerte kommen super an. Bei Gästen, die Ahnung von Musik haben, genauso wie bei denen, die einfach vorbeikommen und genießen wollen.
— Stefan Funke

Vielleicht wird auch er irgendwann, wenn Jacky längst berühmt geworden ist, an diesen Abend zurückdenken – und ein bisschen darauf stolz sein, dass er sie damals in seinen Laden geholt hat.

In diesem Jahr stehen noch zwei weitere Konzerte des Singer Songwriter Slams an: Am 19. Oktober spielt Anne Luber und am 16. November Judith Drobny – wieder im Wirtshaus Spitz.

Auf ihrem Youtube Channel könnt ihr in Jackys Musik reinhören: Hier entlang!

Eure Julia & Florian

* Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Gaffel.