FEATURED: Zu Besuch bei Frittenwerk

Text: Gina Käding & Fotos: Christian Schaffrin

THANK GOD IT’S FRIESDAY

Wusstet ihr schon, dass Pommes frittierte Sonnenstrahlen sind, und man deswegen möglichst viele davon essen sollte? Und dass Jessica Alba mit der Servierschale im Frittenwerk mehr zu tun hat, als man auf den ersten Blick vermuten würde? Getreu nach dem Motto „Thank god it’s friesday!“ traf sich die WE ARE CITY Crew am Samstagmittag in der Pommesmanufaktur um gemeinsam zu schlemmen und etwas mehr zu erfahren über den Laden, der bei seiner Eröffnung im April für Ausnahmezustand auf der Ehrenstraße sorgte. Und das, obwohl die Frittenwerk Gründer Mateo und Mey von Anfang an eigentlich nur eines wollten: Leckeres, ehrliches Fast Food machen. Und es ruhig angehen lassen.  

„Der Hype damals war von uns eigentlich gar nicht unbedingt gewollt - uns war es wichtig, mit unserem Konzept ganz bescheiden zu bleiben.“, erzählen sie und müssen dabei ein bisschen lachen. Eigentlich ist es ja ein Luxusproblem, zu viel Presse und Aufmerksamkeit zu generieren.

Uns war es einfach wichtig, dass die Leute ganz unvoreingenommen in den Laden kommen.
— Frittenwerk

Die Poutine ist zentraler Bestandteil der kanadischen Fast Food Küche - hierzulande aber nahezu unbekannt

Als sie damals ihren ersten laden in Düsseldorf eröffneten, sah das noch anders aus. Der Laden war die Erfüllung eines Traums, der schon länger in ihren Köpfen herum geisterte: Ein eigener Gastronomiebetrieb.

Als Betreiber einer Werbeagentur, die Strategien und Konzepte für Restaurants entwickelt, kannten sie die Branche gut. Über die Zeit bekamen sie mehr und mehr Ideen, wie das Konzept für einen eigenen Laden aussehen könnte. Die Idee, was sie dort konkret anbieten wollten, ließ aber noch ein bisschen länger auf sich warten. Sie kam erst auf, als Mey für eine Zeit zum Studieren ins Ausland ging: Nach Kanada.

Bei einem Besuch in Kanada, entdeckten die Gründer einen zentralen Bestandteil der kanadischen Fast Food Küche für sich: Die Poutine.

Dieses besteht traditionell aus Pommes, die garniert mit Bratensoße und Käse gereicht werden. „In Kanada bekommt man Poutine sogar bei Mc Donald’s, in Deutschland bzw. Europa ist dieses Gericht aber kaum verbreitet“, erzählt Mey. Ungewöhnlich fanden die Drei das, wo Pommes hierzulande doch eigentlich total beliebt sind. Und da war sie auf einmal, die Geschäftsidee.

Statt sich nur an die klassische Variante zu halten, begannen sie mit weiteren Toppings zu experimentieren. Dabei heraus kamen neben dem „Classic Quebec“ u.a. Kreationen wie die Fritten „Montreal Style“, das „Pulled Honey Chicken“ und die veganen „Bolo Fritten“ mit Guacamole. „Wir versuchen die Karte bewusst klein zu halten, freuen uns aber immer über Feedback und versuchen, auf die Wünsche unserer Kunden einzugehen“, erzählt Mateo.

Tolles Ambiente, originelle Verpackung und frisches Essen - das Frittenwerk als „Imbiss 2.0“

An der Wand des Imbisses hängt ein bemoostes Bild mit dem Satz „Fresh Food Fast“. Dieser Satz steht auch für die Philosophie der Betreiber. Frittenwerk steht für leckeres, günstiges Essen, das trotzdem frisch ist. Und für ein Ambiente, das zwar mit dem Front Cooking und Barstühlen viele typische Streetfood Elemente enthält, in dem man sich aber dennoch gerne länger aufhält.

Schaut man sich die Gestaltung des Ladens an, so sieht man: Hier ist mit viel Liebe und Blick fürs Detail vorgegangen worden. Dafür kann sich vor allem Art Director Mateo begeistern. "Ich habe ein Instagram Foto von Jessica Alba gesehen, wie sie vor einem Imbiss stand und aus so einem Schiffchen gegessen hat. Ich fand’s direkt total cool, weil es auch dieses klassische Streetfood Feeling hatte. Und wenn’s Jessica Alba gefällt, dachte ich mir, dann werden’s andere Menschen auch nicht so schlecht finden."

Gesagt, getan. Seitdem essen die Besucher des Frittenwerks ihre bunten Mahlzeiten aus coolen Pappschiffen.

Wenn wir schon einen Imbiss 2.0 machen, dann wollten wir’s richtig machen. Es sollte nicht nur schön aussehen, sondern anders sein als alles, was man bisher kennt. Vom Essen über die Verpackung bin hin zu den Läden selbst.
— Frittenwerk

Das Wohlfühlen ist auf jeden Fall gegeben - nicht nur aufgrund des Inventars mit viel Holz und Grün, aber auch aufgrund des gemischten Publikums. An diesem Samstagmorgen sitzt der leicht verkaterte Hipster neben dem älteren Pärchen, mitten drin wir, die WE ARE CITY Meute an unserer riesigen Tafel. Selige Stille, weil jeder den Mund voll hat. Irgendwann die Frage: „Machen wir das jetzt jeden Samstag?“ Unseretwegen sehr gerne.

Frittenwerk
Ehrenstr. 94
50672 Köln

Öffnungszeiten
Montag - Donnerstag
11:30 - 22:00
Freitag & Samstag
11:30 - 23:00

www.frittenwerk.com/koeln
www.facebook.com/FrittenwerkKoeln

Eure Gina & Euer Christian

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Frittenwerk Köln.