IMPRESSIONEN: le bloc 2016 – Köln im Modefieber

Gastautorin: Jacqueline Petrich / shecomesinblack.de & Gastfotograf: Martin Förster / foerster-photography.de

Trotz Dauerregen und der allseits bekannten Kölner Schwüle wagten sich letzte Woche Samstag um 12 Uhr eine Menge Kölner getreu dem Motto „Et es, wie et es!“ vor die Haustür, denn die Stadt Revue veranstaltete zum bereits achten Mal das Event ‚Le Bloc’ im belgischen Viertel. Trotz des schlechten Wetters, war der Andrang im belgischen Viertel groß. 60 Shops öffneten ihre Türen und 14 Labels präsentierten neue Kollektionen und Produkte. Für jeden Geschmack gab es etwas zu erleben. Sei es ein Umstyling, ein neues Tattoo, kleine musikalische Einlagen, Fotoausstellungen oder eben alles rund um das Thema Mode – es mangelte nicht an Abwechslung.

Der Innenhof des Sitzes der Stadt Revue verwandelte sich für einen Tag in eine Weinbar und bot zusätzlich einen Pop-Up-Designmarkt an, bei dem stationäre Anbieter wie die Kleiderei mit einem Infostand und Kauf dich glücklich mit einer durchdachten Auswahl ihrer skandinavischen Key Pieces vertreten waren. An einem „Instagram-Printer“ konnte man eigens unter dem Hashtag #lebloc2016 gepostete Fotos ausdrucken lassen.

Gegenüber bei der Kunstagentin ging es laut zu. Im Keller wurde ein Skateboard Contest veranstaltet. Im Eingangsbereich stellten Modelabels wie Vane Wonderland, die T-Shirts mit den derzeit sehr angesagten Patches verkauften. Daneben fand man Getrash, ein Streetwear Label, welches einen Hauch amerikanischen Flair spüren und durchaus Verbindungen zur Tattoo Szene und Skateboard Kultur, erkennen ließ. Zu bewundern gab es zudem die Arbeiten des Street Art Künstlers Addam Yekutieli aka Know Hope. Mit seiner Arbeit „The Truth, as told in our mother tongue“ nimmt er Bezug auf die gegenwärtige Flüchtlingsthematik und möchte Grenzen und Nationalbewusstsein hervorheben. Die Ausstellung könnt ihr noch bis zum 16. Juli bei der Kunstagentin besichtigen.

Nachdem ich einige Stationen des Events besucht hatte, um möglichst viele Eindrücke zu erhaschen, ging’s für mich um 15 Uhr zur Bloggerbegrüßung in das Café Hallmackenreuther am Brüsseler Platz. Eine kleine, nette Gruppe von Bloggern aus Köln und Umgebung traf dort aufeinander und genoss das von Le Bloc gebotene Programm. Bei ein paar Smoothies und Snacks lernte man sich kennen. In der Lounge bewunderten wir die Kollektionen der Studenten des Design Departments aus Düsseldorf. Bella Radikal und Mario Keine durften ihre Outfits als Gast Designer am späteren Tag auch auf der ersten Modenschau um 16 Uhr präsentieren.

Nach einem ersten Kennenlernen zogen wir gemeinsam weiter zu ‚Goldregen Floraldesign’. Dort durften wir Blumenkränze basteln, wobei die liebe Nina Kleinz, Inhaberin von Goldregen, uns half. Für eine kleine Make-up Auffrischung ging es später in die Parfümerie Möltgen, die auch das Make Up der Models für die Le Bloc Modenschau organisierte.

Die anschließende Modenschau um 18 Uhr war wie jedes Jahr das Highlight der Veranstaltung. Insgesamt durften 12 Modelabels verteilt auf zwei Modenschauen ihre neusten Styles präsentieren. Die Shows fanden wie immer im Parkhaus in der Maastrichter Straße statt.
Ich war gespannt, welche Neuentdeckungen ich machen würde. Die Moderatorin Inés Hoelter kündigte die Show als eine Weltreise an. Mode aus den unterschiedlichsten Ländern wurde uns versprochen und diese bekamen wir auch zu Gesicht. Gy’Bell eröffnete die Show und überzeugte mich sowohl optisch mit sportiver, New York inspirierter Mode, die in Köln gefertigt wird. Auch performancemäßig war Gy’Bell ganz weit vorne. Tanzeinlagen der Models untermalten den sportiven Look. Des Weiteren brachte Bizar, eine Boutique aus der Lindenstraße, den kolumbianischen Stil nach Köln auf den Laufsteg. Erdbeeren im Winter fiel auf mit Mode, die wie der Name implizieren soll, so selten ist, wie Erdbeeren im Winter. Taha & König bot eine Auswahl von maßangefertigter Herrenmode von Unterwäsche bis zur Oberbekleidung. Kap Koeln zeigte angesagte Designer Mode aus Südafrika. Ebenso die neu in Köln ansässige Kleiderei zeigt bei der Modenschau, dass man auch mit Second Hand Mode durchaus glänzen kann. 

Nach der Modenschau, mit der das Hauptprogramm beendet war, schlenderte ich durch das belgische Viertel nach Hause. Bis 22 Uhr konnte man weiterhin durch die Läden schlendern und shoppen. Es war immer noch viel los und die Stimmung gleichbleibend großartig wie auch tagsüber.

Toll, dass ein Viertel zusammenhält und solch ein Event seit bereits acht Jahren auf die Beine stellt.

Schön war’s, Le Bloc, bis zum nächsten Jahr!

Eure Jacqueline & Euer Martin