Impressionen: Le bloc 2017

Text: Gastautorin Jacqueline Petrich von shecomesinblack.de & Fotos: Gastfotograf Martin Förster

Wenn sich das belgische Viertel, Zentrum der Mode und Kreativität Kölns, wieder in einen riesigen Pop-Up Store verwandelt, dann findet das Festival „le bloc“ statt. Als Mode- und Designliebhaber sollte man sich diesen Termin jedes Jahr fett im Kalender markieren.
Gleichgesinnte feierten auch dieses Jahr am 10.6.2017 nicht nur die kleinen Läden im belgischen Viertel, sondern anlässlich des diesjährigen Mottos auch die Andersartigkeit. Die Zahl der Feiernden überstieg dieses Jahr die 10.000 Marke und mehr als 50 Stores aus dem näheren Umfeld nahmen teil.

Das Festival begann um zwölf Uhr. Für uns ging es zunächst zum Green Blogger Meet-Up im Café as/if Records. Die Macher der App Findeling luden zum Plausch und Brunch ein. Hier war Platz für persönliche Erfahrungen und Austausch zu Themen aus dem Bereich Green-Living. Neben der Vorstellung der App, die man an diesem Tag prima zur Orientierung auf dem Festival nutzen konnte, wurden Fragen aus dem Bereich Nachhaltigkeit und Konsum in die Runde gestellt, die sowohl zu Diskussion, als auch zum Denken anregten. Sollte Nachhaltigkeit gesetzlich geregelt sein? Welche kleinen Dinge kann man im Alltag beachten?

Dieses Jahr stand das Festival unter dem Motto „Diversity“ (engl.: Vielfalt, Unterschiedlichkeit). Bereits beim Casting für das Herzstück des Festivals, die Modenschau, wurde das Thema deutlich. 90-60-90 Maße suchte man hier vergebens. Dem Motto entsprechend wählte das le bloc Team auch die neue Kulisse der Modenschau aus: Die Kirche St. Michael am Brüsseler Platz.
Um 15 Uhr begann die Show. Die Stimmen eines Chors schallten mit Orgelbegleitung durch die Kirche. Der Chor performte das bekannte Lied „Sie ist ein Model und sie sieht gut aus“ von Kraftwerk, während die Models die Sitzbänke umkreisten.

Jeder darf sich zeigen: egal ob klein oder groß, ob schlank oder kurvig. Auch deswegen sind wir in diesem Jahr gerne die Kooperation mit le bloc eingegangen, denn, das ist meine Überzeugung, jede und jeder ist so wie er ist von Gott anerkannt.
— Pastoralreferent Norbert Bauer, Gastgeber

Das Parkhaus bot in den letzten Jahren die gewohnte Kulisse für die Modenschau, wartete dieses Jahr aber mit einer Überraschung für die Besucher. Der unter den Kölner allseits bekannte und beliebte „Fashion Super Markt“ hielt dort Einzug und bot für Liebhaber lokaler, kleiner Labels wieder jede Menge neue Inspiration.
Das junge Rucksack-Label Aevor stellte in der Agentur Hochhaus seine neue Kollektion aus. Die Rucksäcke sind echte Kölner, ins Leben gerufen von Fond of Bags, bekannt durch die Marke Ergo Bag. Aevor wurde erst kürzlich mit dem German Design Award 2017 ausgezeichnet. Auch die inneren Werte stimmen. Die Taschen sind funktional, hochwertig verarbeitet und bestehen zu 50% aus recycelten PET Flaschen. Zudem ist Aevor Mitglied der Fair Wear Foundation. Die Philosophie des Labels passte besonders gut zum diesjährigen Thema le blocs. Als Zielgruppe fokussiert die Marke eben genau die Menschen, die neue Wege und nicht mit der Masse gehen wollen, eben anders sein möchten.

Wir motivieren junge Menschen dazu, auf kreative und unbeschwerte Art ihrem eigenen Flow zu folgen.
— AEVOR

Alles andere als Banane sahen die Kunstwerke des Künstlers Stephan Brusche, kurz „Isteef“, aus. Die Einzigartigkeit seiner Kunstwerke konnte kaum besser zu diesem Tag passen. Er malte auf Bananenschalen den Kölner Dom, den Colonius oder erfüllte Besuchern an diesem Tag ihre Wünsche. Danke, le bloc, das Festival war ein Volltreffer. Wir freuen uns auf’s nächste Jahr, wenn le bloc sein 10jähriges Jubiläum feiert und nehmen Euch gerne wieder mit!

Eure Jacqueline & Martin