FEATURED: Klarheit und Form

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Text: Steffi Kutsch & Fotos: Nathan Ishar


KLARHEIT UND FORM (24. – 26. Juni), die Designmesse zur Ausstellung DAS BAUHAUS. ALLES IST DESIGN in der Bundeskunsthalle Bonn.

Zur gestrigen Eröffnung der Designmesse KLARHEIT UND FORM reiste WE ARE CITY ausnahmsweise mal „ihren Kölnern“ bzw. Kölner Designern in die Bonner Bundeskunsthalle hinterher.

Am gestrigen Abend ist Gelegenheit bei der FRIDAY-LATE-ART vielfältige DESIGN-SPECIALS zu genießen, die sich an Konzepte und die Idee der BAUHAUS-Bewegung anlehnen. Die gekonnte KUNSTVERMITTLUNG bei Führungen durch die zugehörige Ausstellung trägt zum eigenen „Feierabendgefühl“ und kulturell-genussvoller Entspannung beim Besucher bei.

„DAS BAUHAUS - Alles ist Design!“ lautet das Motto der Präsentation in der Bundeskunsthalle. Die Bewegung wurde 1919 in Weimar vom deutschen Architekten Walter Gropius als Kunstschule gegründet. Nach Art und Konzeption zunächst etwas völlig Neues, da es eine Zusammenführung von Kunst und Technik als neue Einheit vertritt, die das Schöne mit dem Nützlichen verbindet. Der Bauhaus-Stil gilt als Bau- und Design-Stil, der wie kein anderer die künstlerische Moderne des 20. Jahrhunderts prägte und dessen Resonanz bis heute anhält, indem er die heutigen Designer zur Weiterentwicklung des sachlichen Bau- und Designstils inspiriert.

Dieses Wochenende stellen bei der Kunst- und Designmesse KLARHEIT UND FORM zeitgenössische Designer aus, die sich der Tradition des Bauhauses und seinen vielfältigen Disziplinen verpflichtet sehen. Das Messeangebot orientiert sich hieran und an neuen Design-Bereichen, die zugleich in der Bonner Ausstellung repräsentiert sind: Produktdesign, Interieur, Möbel, Textil, Mode und Schmuck. Um Lust auf die kunstvolle Messe zu wecken, seien ein paar Designer hervorgehoben:

Zunächst „Thomas Schnur“, der seine Ausstellung zuletzt in Köln zeigte. Inspiriert ist er von Form-Zitaten seiner Umgebung, die er in Möbel und Interieur aus Metall und Holz umsetzt. Er legt Wert aufs Detail und das Besondere, indem allein die Oberfläche eines schwarzen Metall-Tisches an runde oder quadratische Bistro-Tische erinnert und eine Reminiszenz dazu bildet. Auch gibt es Bänke, die ihrerseits Verweise auf massive Blockhaus-Elemente aus Holz bieten. Alles geschieht mit einem Augenzwinkern und als interessantes Spiel mit Einzelbeobachtungen, die der Betrachter aus seinem Alltag (wieder-)erkennt, nun allerdings in aufgewerteter Präsentation. Beispielhaft zu nennen seien ein einfacher Schraubhaken, der in dynamischer Reihung zum Kleiderständer und Designobjekt generiert oder aber eine schlichte Kabeltrommel, die den Stellenwert eines ganzen multifunktionalen Tischchens erfährt.

Auch bei „Dinglichkeit“ steht, wie der Name schon sagt, „das Ding“, ein Detail, eine Form oder ein Produkt im Vordergrund, welches besonders „in einen Rahmen gesetzt“ oder auf eine Bühne gehoben wird und so Wertschätzung erfährt. Ein allseitig offener, regalartiger Kleiderschrank aus zurückgenommen-schwarzem Metallrohr gebogen, präsentiert rahmenartig die in der Mitte hängenden Kleidungsstücke, die jetzt in den Vordergrund rücken und als Lieblingsstücke neue Bedeutung bekommen. Ein weiteres Objekt mit schmuckvoll und zierlich gedrechselt anmutenden Füßchen, die zur Überraschung allerdings aus solidem Beton gegossen sind, stehen im Kontrast und im spannenden Wechselspiel zur darüber liegenden quadratischen Öffnung eines Holzkörpers, der seinerseits Ablagefläche und Stauraum für Alltagsobjekte ist, diese aber geradezu schreinartig einfasst und präsentiert.

Mit der Designerin von „quarzsand“ handelt es sich um eine erfolgreiche Absolventin der Ecosign Schule. Im Zusammenhang mit der Idee ihrer Abschlussarbeit stehen ihre Produkte, die bezaubernde, formschöne und einzigartige Schmuckstücke darstellen und einen ganz besonderen Gedanken-Hintergrund aufweisen. Als Rohstoff verwendet sie unterschiedliche Sande aus Haltern, von der Ostsee oder vom Rhein, die durch Erhitzen zu kleinen Quadern komprimiert werden und, je nach Sand-Herkunftsgebiet, ein buntgesprenkeltes, mal eher gräuliches, zuweilen rötliches oder reinweißes „Farbspiel“ aufweisen. An ihrer Unterseite werden sie durch ein Bodenplättchen aus Gold eingefasst und an einer hauchzarten goldenen Kette präsentiert. „Der Roh- und Baustoff Sand wird knapp auf der Welt!“, so die Designerin, dies gelte es sich bewusst zu machen, weshalb sie ihn als Schmuckobjekt wunderschön abbildet und somit Bewusstheit beim Betrachter schafft.

„l&z“ waren 2016 bei Auszeichnungen besonders erfolgreich. Überaus ansprechend wirken die Entwürfe und multifunktionalen Umsetzungen des Designerduos, die allesamt der Grundidee entsprechen „aus einem Stück“ gefertigt zu sein. Den Anfang stellte zunächst eine Unterkonstruktion -ähnlich eines Tischbocks- für eine Schreibtischplatte dar, die eben nur aus einem einzelnen, mehrfach gebogenen Metallrohr besteht und zugleich leicht und formschön daherkommt. Ein modern und geradezu schlicht erscheinender Rollcontainer ist ebenfalls allein aus einem Metall-Blech gefalzt, bietet aber die Stabilität und die Flexibilität ihn wunschgemäß zusätzlich als Hocker nutzen zu können. Bunte, feste Kunststoffplanen werden weiterhin zu stoffartig gekrempelten Papierkörben geformt, variantenreich aufzuhängende Lampen in Ringform ergänzen spielerisch die angenehme „Bürosituation“.

Zuletzt sei „das kleine b" besonders erwähnt. Sein Werk entspricht höchster Qualität made in Hamburg. Es werden Möbel und Wohnobjekte entworfen und per Hand hergestellt, vorzugsweise aus Holz. Dabei sind klare und moderne Formen wichtig, das verwendete Material ist hochwertig, auch originelle Detaillösungen und schwebende Raumkonstruktionen prägen das Design. Für das „Regal b“ wurden sie 2014 vom Deutschen Rat für Formgebung mit dem „Interior Innovation Award“ ausgezeichnet.

Als „Meister der Form“ werden die der Bauhaus-Idee verpflichteten Künstler auch bezeichnet. - Wie stimmig erscheint mir das, gemessen an den gezeigten Kunst- und Design-Ausstellern.

Als Besucher kann man allerdings ebenso den Entstehungsprozessen selbst beiwohnen, z.B. beim LIVE-DESIGN von Design-Objekten im 3D-Druck durch Unfold.

Wer mehr Action braucht, misst sich beim PING PONG-Turnier auf einem dafür umzubauenden Designer-Schreibtisch von „artcanbreakyourheart“ mit seinen Gegnern und gewinnt tolle Preise des hervorragenden Labels.

Natürlich kann man den Trubel auch lässig mit ein paar Drinks und dem housigen Sound von „Kame House“ in der Foyer-Lounge verbringen, zumal eine FOTOAKTION ohnehin zum „Sitzen bleiben mit Stil“ einlädt.

Schließlich können eigene Grüße mit BAUHAUS-Impressionen per POSTKARTENDRUCK versendet werden und den gelungenen Design-Abend krönen.

WE ARE CITY bedankt sich für einen überaus interessanten und wahnsinnig inspirierenden Abend und lädt alle Kölner und Nicht-Kölner herzlich dazu ein, heute oder morgen noch die Design-Messe KLARHEIT UND FORM zu besuchen oder gemütlich durch die BAUHAUS-Ausstellung zu schlendern.

 

DAS PROGRAMM
(Der Eintritt zur Messe ist frei!)

SAMSTAG, 25. JUNI
10–19 Uhr DESIGNMESSE
10–19 Uhr AUSSTELLUNG Das Bauhaus. Alles ist Design (Eintritt)
11–18 Uhr BUNDESKUNSTHALLE GOES BAUHAUS
Kreativität gefragt! Wir gestalten gemeinsam die Fassade der Bundeskunsthalle mithilfe von Bauhaus-Elementen um!
11–18 Uhr FOTOAKTION Sitzen bleiben mit Stil
14–17 Uhr DESIGN LIVE Design-Objekte im 3D-Druck von Unfold
15/16/17 Uhr KURZFÜHRUNG in der Ausstellung (2 € zzgl. Eintritt)
15–18 Uhr MUSIC by Antennen
16–17 Uhr POP UP-PING PONG Turnier am Designer-Tisch

SONNTAG, 26. JUNI
10–19 Uhr DESIGNMESSE
10–19 Uhr Ausstellung Das Bauhaus. Alles ist Design (Eintritt)
11–18 Uhr BUNDESKUNSTHALLE GOES BAUHAUS
Kreativität gefragt! Wir gestalten gemeinsam die Fassade der Bundeskunsthalle mithilfe von Bauhaus-Elementen um!
11–18 Uhr FOTOAKTION Sitzen bleiben mit Stil
13–17 Uhr SCHMUCKWORKSHOP (10 Euro je Schmuckstück)
14 Uhr FÜHRUNG in der Ausstellung (3 € zzgl. Eintritt)
parallel findet eine Kinderführung statt
14–17 Uhr MUSIC by Andi
15/16/17 Uhr KURZFÜHRUNG in der Ausstellung (2 € zzgl. Eintritt)
15–16 Uhr POP UP-PING PONG Turnier am Designer-Tisch

DAS BAUHAUS. ALLES IST DESIGN
bis 14. August 2016 in Bonn

Eintritt:
10 €/ermäßigt 6,50 €, Happy Hour ab 17 Uhr 7 €

Alle Informationen zur Ausstellung:
www.bundeskunsthalle.de/ausstellungen/das-bauhaus.html
www.facebook.com/bundeskunsthalle

Eure Steffi & Euer Nathan

*Sponsored Post: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Bundeskunsthalle Bonn.