Mein erstes Mal: Street Food Festival Köln

Text: Vera Hausmann / Fotos: Christian Schaffrin

Komplett frei und ohne Erwartungen betrete ich das Gelände von Jack in the Box. Ich muss gestehen, bisher ist das Street Food Festival komplett an mir vorbei gegangen. Für WEARECITY kann ich mit meiner fotografischen Begleitung Christian nun an der gesamten Schlange vorbeigehen, die mindestens so lang ist wie beim letzten Mal, denn das Wetter ist: traumhaft! Kaum eine Wolke ist am Himmel. Die Veranstalter, sowie Besucher sind bestens gelaunt und die Stände herausgeputzt.

Stürzen wir uns ins Getümmel!

Es ist keine Stunde vergangen seit der Eröffnung des Festivals an diesem Wochenende, doch vor den beliebtesten Buden haben sich schon viele Menschen gesammelt. Die einen stehen an, die anderen haben einen beobachtenden Posten eingenommen. Die Sitzbereiche im Innen- und Außengelände sind ein buntes Treiben. Ein Kommen und Gehen. Genießen mit einer Leckerei auf der Hand oder Schmachten in einer der zahlreichen Schlangen. Das Feeling aufsaugen, den Duft einatmen, sich dabei erwischen, wie das Wasser im Mund zusammenläuft. Die gemeinsame Leidenschaft für gutes Essen verbindet uns alle auf dem Gelände.

Zuerst probiert Christian den Burger „The Infamous“ von Buns & Sons. Neben 100g Pulled Pork waren Krautsalat und BBQ Soße drin. Der erste Biss und Christian ist begeistert.

Generell sehr lecker und kurzweilig, nicht überladen. Das Fleisch ist leider etwas trocken und zäh. Ein wenig mehr Soße wäre geil.
— Christian

Anne kommt als Vegetarierin auf ihre Kosten. Zuerst gehts für sie zur Tasty Pasty Company. Dort probiert sie eine warme Teigtasche gefüllt mit Kartoffeln, Käse, Zwiebeln und Pflaumensauce. Sie nennt sich Pasty und stammt aus Cornwall.

Für ein halbes Pasty hat Anne nur 2,50 Euro gezahlt. Paul, einer der beiden Inhaber steht mit Nick hinterm Tresen. Allein der charmante Akzent macht Lust darauf, auch ihren Laden auf der Dürenerstraße zu besuchen.

Ist heiß, mächtig und lecker. Erinnert mich an meine Südamerika-Tour, dort gab es Empanadas, diese Pastys können aber mehr!
— Anne

Nach 10min Anstehen ist es soweit, ich bestelle bei Stephan von Fish Art den Exotic Lax Burger.  Für jede Bestellung wird alles frisch auf den Grill gelegt. Mein Lachs wurde 12h in einer Honig-Soja-Sauce mariniert. Nachdem der fertige Burger ausgiebig fotografiert wurde darf ich endlich reinbeißen.

Und er ist richtig gut. Die Kombination aus Lachs und Garnelen und der feinen Honig-Soja-Sauce macht Lust auf mehr.
— Vera

Chris und Micha essen für 3,50 Euro das „Jerk Chicken“ von Pelican’s Jamaican Food.

Das Preis- Leistungsverhältnis ist wirklich top. Erinnert mich an die East London Bricklane.
— Chris

Eine Gruppe Jungs ist extra aus dem Sauerland nach Köln gekommen. Angeblich haben sie sich komplett nur mit Einkaufswagen fortbewegt, das Beweisvideo wollen wir doch noch gerne sehen! :) Steffen bestellt sich für 6 Euro bei Pan Kowalski richtig authentische polnische Hausmannskost. Rindfleischteigtaschen mit Cheddar, Gemüse und rote Beete Pesto.

Schmeckt super, kennt man so nicht, echt schick!
— Steffen

Chilees bietet Südkoreanisches Essen an. Anne probiert die Mandu Korean Veggie Dumplings, das sind kleine Teigtaschen gefüllt mit Glasnudeln, Zuccini, Sojafleisch, Frühlingszwiebeln und Kartoffeln. Die Dumplings schmecken Anne gut.

Für 5 Euro ist die Portion etwas klein. Ich mag es gerne scharf, da war mir die Soße nicht scharf genug.
— Anne

In der 2. Runde entscheidet sich Christian für Sweet Dreams Are Made of Cheese. Wie man dem Namen schon anmerkt, der Macher Martin steht auf Wortspiele. Mit seinem original Schweizer Raclette war er unter anderem schon auf dem Melt und Splash. Er lebt seit 25 Jahren in Berlin und erobert dort im Sturm mit seinem Geschäftspartner die Street Food Märkte. Das klassische Raclette besteht aus den Hauptzutaten Kartoffeln und Schweizer Käse, der aus Toggenburg, Region St. Gallen kommt.

Mild würzig im Geschmack, sehr gutes Verhältnis der einzelnen Zutaten. Genau richtig gewürzt und die Portionsgröße geht für den Preis auch in Ordnung.
— Christian

Lotte probiert mit der kleinen Frida auch das leckere Raclette. Die kleine Feinschmeckerin ist begeistert.

Ich finde das Festival ist eine super Idee, wir sind hier nicht das erste Mal. Viele innovative, junge Leute, die auf so einem kleinen Raum so viele verschiedene Sachen anbieten. Ein amerikanisiertes Konzept und perfektes Wetter. Die Händler sollen belohnt werden für die ganze Arbeit.
— Markus

Zum Schluss gibt es für mich noch die Veggie Roll bestehend aus Avokado, Rettich und Gurke von der Roll’in Kitchen auf die Hand. Für 6 Euro ein angemessener Preis für die leckere Crunchy Roll.

Um vier Uhr verlassen wir das Gelände, gut gesättigt, zufrieden und glücklich, dass wir so früh da waren, denn die Leute stehen jetzt weit über das Gelände hinaus an.

Eure Vera & Euer Christian