Raus mit euch – Erkundet die Stadt!

Manchmal fragt man sich doch, wie etwas für unsere Generation so selbstverständliches wie Fotografie, so große Teile des eigenen Lebens beeinflussen kann? Und doch tut sie es. In meinem Fall sogar sehr oft.

Ich liebe Fotografie. Für mich ist Fotografie eine der Sachen, in denen ich mich verlieren kann. Ich sehe sie als Möglichkeit meine eigene, verqueerte Sichtweise auf diese Welt auszudrücken und für mich selber zu entschleunigen. Mit Sicherheit bin ich weit davon entfernt als "gut" zu gelten und habe auch nicht den Anspruch an mich von der Außenwelt so wahrgenommen zu werden. Ich möchte meine Sicht vermitteln. Ich bin eigen. Verwirrt. Eine sichere Person die sich der eigenen Unsicherheit bewusst ist. Die Tage querte ein zu mir passendes Zitat meinen Weg: "Anders ist nur eine Variante von Richtig." So bin ich dann eben – anders.

Aber gerade dadurch sehe ich eben Dinge so wie ich sie sehe. Für mich ist ein Foto etwas, was man achten sollte. Denn wenn der richtige Mensch auf das richtige Motiv trifft und alles stimmt, in diesem Augenblick kann dann etwas beeindruckendes entstehen. Man fängt mit etwas Glück einen Moment ein, der etwas ausdrückt. Wer kennt es nicht? Bestimmt ist euch schon einmal ein Foto aufgefallen, was euch gefesselt hat. Vielleicht habt ihr euch in einem Foto verloren und hattet das Gefühl dort zu sein, zu sehen und zu fühlen was dort in diesem Augenblick geschah.

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Ich schieße Portraits, Situationen, Natur, Urbanes und vieles mehr was ich bewusst wahrnehmen möchte. Ich ziehe mir da keinen Schuh an, denn ich finde man sollte immer offen sein und Gelegenheit macht Fotos.
Ich ziehe Qualität der Quantität vor. Ich lebe als Blogger digital, aber meine Fotos entstehen fast nur Analog. Ich vermeide Bildbearbeitung wo es nur geht, darunter leidet meine Freundin mehr als meine Fotos. Meistens in dem Augenblick, in dem ich gefühlte Jahre brauche um meinen mir wichtigen Augenblick einzufangen. Oft lohnt es sich nicht, manchmal aber entsteht genau das was ich versuche zu kreieren – ein Foto was in Erinnerung bleibt. Ein Foto was man sich gerne mehr als nur wenige Male ansieht. Eben die Umsetzung dessen, was man im Kopf hatte – dessen was man empfunden hat. Klar, manchmal ist es Zufall, oft bilde ich mir aber auch ein, dass es keiner ist. Ein Hoch auf die Eigenwahrnehmung.

Aber in jedem von uns gibt es wohl den Ehrgeiz mit sich zufrieden zu sein. Dieser ist wichtig, denn dies ist ja unser Antrieb. Letztes Jahr war ich mit weniger zufrieden als ich es heute bin. Man entwickelt sich. Und man möchte sich auch gerne vergleichen. Man möchte sich Inspiration suchen. Man möchte Kritik bekommen. Man möchte Lob bekommen. Denn all diese Sachen halten den Motor am laufen und sorgen dafür, dass man sich gerne mit Fotografie beschäftigt. Zumindest ist dies bei mir so.

Mit Sicherheit ist auch der ein oder andere von euch begeistert unterwegs. Egal ob ihr Stadtfreund seid, oder ob ihr zufällig über diesen Text stolpert – packt euren Kram und zieht los. Erkundet diese wunderbare Stadt und lässt andere daran teilhaben. Ich bin mir sicher, dass unsere Freunde von WEARECITY sich über tolle Fotos freuen werden. Also lasst uns an eurer Sicht auf unsere tolle Stadt teilhaben und zeigt Fremden und Bekannten, wie aufregend und schön Köln ist.

Euer Christian Wolff