Beliebteste Street-Art in Köln

DER STREET-ART GUIDE

Diesmal führen Euch die Stadtfreunde zu ihrer liebsten Street-Art in Köln. Nicht nur das dafür bekannte Viertel Ehrenfeld, sondern auch andere Ecken Köln laden zum erkunden ein um inspirierende und verschönerte Ecken von Künstlern aus aller Welt zu sehen. Meist findet man in den Gegenden auch weitere Kunstwerke, also lohnt sich das Erkunden der Spots und deren Umgebung bestimmt! 

Der Miniguide wurde vorgeschlagen und kuratiert von Stadtfreundin und Kölner Street-Art Expertin Maren Teichert.


Werk von Hendrik "ecb" Beikirch an der Dasselstr. | Foto: Patrick Glückler https://www.facebook.com/AnIrishmanontour

Werk von Hendrik "ecb" Beikirch an der Dasselstr. | Foto: Patrick Glückler https://www.facebook.com/AnIrishmanontour

Steffi Kutsch: "Passend zum Thema der Darstellung ist der Platz für das Kunstwerk von Hendrik Beikirch - ECB Hendrik Beikirch - (Küstlername „ECB“) gewählt. Es befindet sich nah an Kölner Eisenbahngleisen, ist damit in erster Linie für Reisende sichtbar. Dargestellt ist das schwarzweiß gehaltene, realistische Portrait eines alten Mannes, welches seiner Kunstserie „Transsib-Greyhound“ entstammt. Inspiriert ist die Bildwelt von Begegnungen des Künstlers selbst mit Menschen in der transsibirischen Eisenbahn und in amerikanischen Greyhound-Bussen. Seine Antwort auf die Künstlerfrage, was einen West-Ost-Unterschied ausmache, ist, dass es diesen sichtbar kaum gebe. Besonders finde ich, dass es ihm Anliegen ist, den Charakter „normaler“ Alltags-Menschen, und keine Schein- und Glitzerwelt einzufangen. Die pure „Begegnung“ mit seinem Werk beeindruckte mich sehr!"

Anna Morena: "Dieses Mural von Hendrik zählt auch zu meinen Lieblingswerke, weil es sehr persönlich, fast intim wirkt. Es bringt einen zum nachdenken - wer ist dieser alte Mann, was beschäftigt ihn?"

Patrick Glückler: "Für mich drückt es die vielen verschiedenen Facetten des Lebens aus." 

maren_teichert_wearecity.jpg

Maren Teichert: "Der Wahnsinn sind die Murals von Hendrik Beikirch aus Koblenz. Häusergroße Portraits in schwarz-weiß prangen an Fassaden und fangen und halten den Blick. In Köln in einem Hinterhof der Bismarckstraße, an der Dasselstraße und auf dem Gelände von Jack in the box, anlässlich der Ausstellung Photography Playground erstellt"

 

Herakut Venloerstr. | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)

Herakut Venloerstr. | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)

Charlotte Ebert: "Zu Street-Art in Köln fällt mir direkt in Ehrenfeld am Bürgerzentrum das Werk von HERAKUT ein. Großartiges Künstlerduo, das schwere Themen zu krassen Bildern verarbeitet. Schau ich mir immer wieder gerne an, die Sachen von denen machen nachdenklich. Auf ilovegraffiti.de gibts ne coole 5-Minuten Doku über die beiden."

Martin Förster: "Die Herakut Sachen in Ehrenfeld sprechen für sich."

Maren Teichert: "'Ohne dich würde ich mich nicht trauen.' Mural an der Giebelwand zum BüZe-Park, Venloerstraße. Für das Künstlerduo Hera (Jasmin Saddiqui) und Akut (Falk Lehmann) aus Frankfurt hat künstlerisches Schaffen nur dort einen Sinn, wo sie mehr ist als Dekoration. Sie verstehen ihre Arbeiten als direkten Umgang mit der Realität. Ich finde Ihre Herangehensweise stark beeindruckend, ihre Kunstwerke enorm eindrucksvoll und ihre Ausstellung bei Ruttkowski;68 im letzten Jahr war der Hammer!"

 

Werk von Kurznachzehn an der Brüsselerstr. | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)

Werk von Kurznachzehn an der Brüsselerstr. | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)

Sarah Klein: "Zu dem Thema fällt mir direkt ein Zitat von Anne Scherers Buch 'STREETART COLOGNE' ein: "Sind die Wände einer Stadt weiß, so hat das Volk nichts zu melden."

Natalie Seikritt: "Sehr gerne mag ich die Pasteups mit dem Retro-Charme alter schwarz-weiß Kinderfotos von kurznachzehn, so wie beispielsweise das Werk welches man am Friseursalon auf der Brüsselerstraße bewundern kann und das an dieser Stelle von einem anderen Künstler um eine kleinen Botschaft ergänzt wurde. Ein anderes tolles Bild der Künstlerin findet man in Ehrenfeld auf der Venloerstr./Ecke Thebäerstraße ... ."

Maren Teichert: "Kurznachzehn aus Düsseldorf eröffnet mit Ihren Paste-Ups, mit gekonnter Abstrahierung alter Familienfotos, einen Blick in die Vergangenheit, holt vergangene Momente ins Jetzt. Z.B. an der Brüsselerstraße."

 

Aryz an der Bayenstr. | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)

Aryz an der Bayenstr. | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)

Steffi Kutsch: "Täglich komme ich auf meinem Weg zur Arbeit am Rheinufer (Bayenufer/Richtung Kölner Süden, kurz hinter dem Ubierring) an einer Häuserwand vorbei, die mich erfreut und schmunzeln lässt. Der Grund ist ein riesengroßes Skelett, in Braun-Grau-Tönen, deckungsgleich mit der Farbe der schlichten und unscheinbaren Häuserwand dahinter. Es füllt größentechnisch die gesamte Wand bis zum Giebel, weshalb es dennoch ins Auge fällt. Das Besondere ist aber das freundliche Lächeln des Skeletts, sowie eine rosa Schleife, und eine Blume, die es trägt, und einem freundlich entgegenzustrecken scheint. 

Das Kunstwerk entstand 2013 im Rahmen des CityLeaks Urban Art Festivals, geschaffen von Aryz, einem Graffiti-Künstler aus Barcelona, der internationale Anerkennung genießt. Seine Hauptwerke spielen mit einer irritirenden Doppelwirkung: Er zeigt skurrile Tiere, Skelette und Aliens, die trotz ihrer Wildheit immer farbenfrohe Details und ansprechende Freundlichkeit aufweisen."

Natalie Seikritt: "Das Skelett des Spaniers ARYZ auf dem Severinswall in der Südstadt gefällt mir besonders gut, das mit seinem winzigen Zylinder und der Rose in den knochigen Händen fast schon charmant daherkommt."

Maren Teichert: "Tod, Liebe, Vergänglichkeit. Das Mural von ARYZ aus Barcelona an der Bayenstraße in der Südstadt finde ich besonders nachts 'beeindruckend'. Dabei scheint das Skelett bei genauem Hinschauen weniger schaurig als verlegen, so mit kleinem Zylinder und Rose in den Handknochen."

 

Pau Quintantajornet Werke in Köln | Foto: Steffi Kutsch

Pau Quintantajornet Werke in Köln | Foto: Steffi Kutsch

Steffi Kutsch: "Wir sprechen von zeitgenössischer Kunst oft im Gedanken an Galerien und Museen, wobei die Kunst unserer Zeit doch direkt vor unseren Augen, auf den Straßen Kölns, zu finden ist! Zwei "Kunst-Wände" meiner Freundin und Lieblingskünstlerin Pau - Pau Quintanajornet - sind aktuell auf einer Mauer in der Heliosstraße/Ehrenfeld (Projekt „Wallflower“ Project Wallflowers), sowie an einer Häuserfassade (sowie Eingang- und Innenraum des Concept Cafés sabor 'ermoso) in der Kurfürstenstr.1/Südstadt zu sehen. Die chilenisch-stämmige Künstlerin ist international tätig. Köln ist dennoch so etwas, wie ihre zweite Heimat. Hierhin kehrt sie immer wieder zurück.

„Pau doesn’t paint pictures. Pau creates worlds – open invitations to a journey into the beauty of Latin American influences and into the spheres of an artist, who with paper, wood, and ink playfully turns her world inside out.“"

Maren Teichert: "Seit vielen Jahren bin ich extrem begeistert von Pau's Kunst an Fassaden, auf Holz, und vielen anderen Materialien."


 

Werk von Tuco in der Heliosstr. | Foto: Anna Morena (annamorena.de)

Werk von Tuco in der Heliosstr. | Foto: Anna Morena (annamorena.de)

Anna Morena: "Im Innenhof des Ehrenfelder Clubs "Heinz Gaul" findet man kuriose Wesen an den Wänden - menschliche Tier Paste-Ups in unterschiedlichen Größen wurden hier vom französischen Urban Art Künstler Tuco im Rahmen des CityLeaks Urban Art Festivals an die Wände geklebt."

 

Werk von El Pez am Gerhard-Wilczek-Platz | Foto: wearecity.com 

Werk von El Pez am Gerhard-Wilczek-Platz | Foto: wearecity.com 

Athenea Diapoulis: "Die bunteste Wand in Köln, ist eindeutig die Wand direkt am Ehrenfelder Bahnhof (Stammstr.). Der Street Art Künstler PEZ aus Barcelona ist unter anderem für seine breit grinsenden Fische bekannt, PEZ heißt auch nicht anderes als Fisch auf Spanisch. Auf der Wand sind auch Super Mario oder Snoopy verewigt worden ... Viel Spaß beim Entdecken."

 

Werk von Julia Bramer in der Maybachstr. | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)

Werk von Julia Bramer in der Maybachstr. | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)

Maren Teichert: "Illustrationen von der Kölnerin Julia Bramer sind herzensfein. Ihr Paste-Up mit Mädchen und Herz in der Maybachstraße finde ich in Zeichnung und Ausdruck gleichermaßen großartig. Ich hoffe auf mehr, viel mehr von Ihr in den Straßen Kölns und anderswo."

 

Laura Vennes " 'Der Hase' vom Künstler Roa in Ehrenfeld an der Senefelder Straße bewegt mich jedes Mal zum kurzen Innehalten. Der Hase, der an einem Strick hängend nur noch aus Sehnen und Muskeln besteht, wurde im Rahmen des CityLeaks Urban Art Festivals im Jahr 2011 erstellt und ist mein ganz persönlicher Favorit.

Nathalie Seikritt: "Besonders gut gefällt mir auch das umstrittene Kaninchen des belgischen Künstlers ROA in der Ehrenfelder Sennenfeldergasse, bei dem ich immer zwischen Faszination und Ekel schwanke. Ich denke, dass genau das den Charme des Kunstwerks ausmacht."

 

Jenkins in der Ehrenstraße | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)

Jenkins in der Ehrenstraße | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)

Maren Teichert: "Mark Jenkins + Sandra Fernandez (USA) hinterließen in Köln mehr als Installationen im Stadtraum - Irritation, so realitätsnah sind seine geschaffenen Personen, z.B. in der Ehrenstraße auf der Terrasse nebst Dacharchitektur von Gruhl + Partner ... oder am Brüsseler Platz auf der Balkonbrüstung."

 

Gais am Ubierring | Foto: Julia Troesser

Gais am Ubierring | Foto: Julia Troesser

Julia Troesser: "Nicht unbedingt die schönste Wand der Stadt - aber sie fällt auf. Diese Fassade am Ubierring/Ecke Rheinufer wurde 2013 im Rahmen des CityLeaks Urban Art Festivals vom brasilianischen Künstler Gais bemalt. Das Werk trägt den Titel Kölor's - passenderweise eine Kombination aus Köln und Colors."

 

El Bocho Werk am Gerhard-Wilczek-Platz | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)  

El Bocho Werk am Gerhard-Wilczek-Platz | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)

 

Maren Teichert: "Am Gerhard-Wilczek-Platz in Ehrenfeld ist die ganze Wand voll mit feinster Streetart. Einer meiner Lieblinge, sonstwo und immer wieder - El Bocho aus Berlin."

 

Invader in der Alten Wallgasse | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)

Invader in der Alten Wallgasse | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)

Maren Teichert: "Augen auf, überall lassen sich die kleinen Mosaikbilder von Invader finden. Charaktere aus dem Spiel Space Invaders klebt er mit kleinen Kacheln, angefangen in Paris, auf der ganzen Welt."


 

Banenensprayer Maastrichter Str. | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)

Banenensprayer Maastrichter Str. | Foto: Maren Teichert (minzawillsommer.blogspot.com)

Maren Teichert: "Wer hier absolut nicht fehlen darf ist Thomas Baumgärtel / der Bananensprayer aus Köln! Seine erste Banane, als Markierung eines Kunstortes, sprühte er 1986. Er studierte Freie Kunst und Psychologie in Köln und blieb. Er liebt die Stadt, er kritisiert, thematisiert und zeigt sie vielseitigst motivisch. Beipiel von der Maastrichter Straße."

 

WEITERE EMPFEHLUNGEN AUSSERHALB KÖLNS

GOODLACK ART
BUTZWEILERHOF | KÖLN

Goodlack Art am Butzweilerhof | Foto: Thomas Vogelmann

Goodlack Art am Butzweilerhof | Foto: Thomas Vogelmann

Thomas Vogelmann: "Wir wohnen am alten Flughafen Butzweilerhof und dort wird das Thema Flughafen in der Nähe immer wieder gerne aufgegriffen. So auch auf der Rochusstrasse kurz vor der Butzweilerstrasse. Dort gibt es von Goodlack Art (John Iven und Ron Voigt) herrliche Street Art! Für die KVB Köln hat man dort eine Bahnbrücke gestaltet."

 


STREET-ART LOCATIONS IM ÜBERBLICK