Back to All Events

The Misplaced

Die Fotografien von Nathan Ishar verbinden auf ganz besondere Weise Architektur und Menschen.

Die Bilder des Kölner Fotografen strahlen eine gewisse Melancholie aus, Einsamkeit ist verbunden mit Eleganz. Durch die Farbgebung der Werke wird diese Stimmung unterstrichen. Sie sind reich an Kontrast, jedoch arm an Farben. Die Kleidung der Personen ist abgestimmt auf die Gegebenheiten des Hintergrunds. Mal gehen die Menschen darin fast unter, mal stechen sie bewusst heraus. Hierbei ist es charakteristisch für die Fotografien des Kölners, dass sie weniger auf den Ausdruck des Gesichtes ausgelegt sind, als auf den Gesamteindruck des Bildes. Jedes Objekt für sich birgt sowohl eine feine Ästhetik als auch eine sichtbare Ausdruckslosigkeit, mit dieser Kombination wird eine Stimmung geschaffen, die den Betrachter fesselt.

Diese Wirkung entsteht durch das Zusammenspiel der jeweiligen Objekte. Eine wichtige Rolle spielt hierbei das Licht, welches scharfe Kanten setzt aber auch Flächen ineinander übergehen lässt. Dabei gehen nicht nur die optischen Ebenen eine Bindung ein, nicht nur die klaren Formen, die Wiederholungen, die Perfektion und der Mensch, es findet ein Austausch der Eigenschaften und der Eindrücke statt. Die kalte und starre Architektur bezieht eine gewisse Form von Lebendigkeit und Dynamik aus der Person auf der jeweiligen Fotografie, die Person wird zur Figur. Sie stellt zwar das lebende Objekt dar, verliert jedoch durch die absolute Bewegungslosigkeit Ausdruck und Charakter. Die Person scheint leer, verloren, suchend, deplatziert - misplaced. Ein Mensch allein inmitten geometrischer Formen und toten Materials. Eine Verbindung so wunderschön wie traurig.

Nathan Ishar – The misplaced – Vernissage 13. September Bonn

Mehr Infos: FB Event