3 Gründe warum man den Kölner Rosenmontagszug besuchen sollte

Text: Hannah Göbbels & Bilder: Athenea Diapouli-Hariman

Tradition seit 1823. Seit 196 Jahren gehört der Rosenmontagszug zum Kölner Karneval wie Apfelmus zum Kartoffelpüree. Beides ist aus Köln nicht wegzudenken.

Am kommenden Montag, den 04.03.2019 um 10:00 Uhr, zieht der Kölner Rosenmontagszug unter dem Motto “Uns Sproch is Heimat” wieder traditionell von der Severinstorburg in der Südstadt mit jecken Kostümen, bunten Prunkwagen und traditionellen Gruppen durch die gesamte Innenstadt.

Wir haben für euch drei Gründe zusammengestellt, warum man den Kölner Rosenmontag nicht verpassen sollte und Teil eines wunderbar kreativen, spaßigen und kulturellen Event ist.

Fast 200 Jahre Tradition

Der Kölner Rosenmontagszug ist eine fast 200 Jahre alte Tradition. Unter dem Motto „Thronbesteigung des Helden Carneval“ und mit 15 Zugnummern, fand am 10. Februar 1823 der erste Rosenmontagszug in der Kölner Innenstand rund um den Neumarkt statt. In den ersten Jahren hieß er jedoch noch “Maskenzug”, erst sieben Jahre später wurde er zum Rosenmontagszug umbenannt. Organisiert wurde er von dem Festordnenden Komitee des Kölner Karneval, welcher heute immer noch besteht. Mit beim Umzug waren die Kölner Stadtsoldaten, heute die Roten Funken, Reiterkorbs Jan von Werth, sowie Bauer und Jungfrau. Seit 196 Jahren ist er nur 31 mal ausgefallen, darunter Gründe wie der erste und zweite Weltkrieg, sowie Regierungsverbote, Reformen oder einfach nur Unwetter.
Der heutige Rosenmontagszug setzt der Vergangenheit und Tradition auf eine besondere Art ein Denkmal.

Der größte Karnevalsumzug in ganz Deutschland

Mit einer Gesamtlänge von 8km, davon 7,5 km Zugstrecke, ist der Kölner Rosenmontagszug der größte Karnevalsumzug in ganz Deutschland. Jährlich besuchen knapp 1 Millionen Menschen den bunten, satirischen und traditionellen Umzug. Die 89 Gruppen, unter denen 2.100 Musiker und 320 Pferde sind, starten in der Kölner Südstadt an der Severinstorburg und ziehen 3,5 Stunden lang durch die Kölner Innenstadt. Über die Severinsstraße zum Neumarkt, weiter über Rudolf-, Friesen- und Appelhofplatz, durch die Altstadt, bis zur Mohrenstraße. Der erste Wagen, der Blaue Funken, wird voraussichtlich um 13:47 in der Moorenstraße eintreffen. Jährlich werden um die 300 Tonnen Süßigkeiten und Strüßje in die Menge geworfen. Allein dafür lohnt es sich schon, den Kölner Rosenmontagszug zu besuchen.

Kunstvoll parodierte aktuelle Themen

Neben den Tonnen Süßigkeiten und Strüßje, die man am Rosenmontagszug fangen kann, ist der Umzug einfach schön anzusehen. Unter den 95 kreativen und bunten Festwagen, befinden sich 26 von den bekannten Persiflagen. Aktuelle Themen zu Politik, Sport, Wirtschaft, Gesellschaft und Stadtleben werden mit kölschen Redewendungen kunstvoll parodiert und dargestellt. Dieses Jahr steht ganz klar der Umwelt-& Naturschutz im Vordergrund, aber auch Merkel, Trump und Putin sind auf den diesjährigen Persiflagen zu sehen und bekommen mit der kölschen Art einen auf den Deckel. Der Rosenmontagszug verbindet Tradition mit aktuell wichtigen Themen, die uns Kölner alle etwas angehen und das auf eine kreative und satire artige Weise.

Tut euch selbst einen gefallen, schmeißt euch am Montag in eure buntesten Kostüme und macht euch auf den Weg zum Highlight des Kölner Karnevals, den Rosenmontagszug. Viel Spaß und Kölle Alaaf!

Eure Hannah und Athenea