Cologne Craft Beer Festival

Text: Charlotte Ebert & Fotos: Athenea Diapouli-Hariman

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Pale Ale, Porter, Brown Ale, Helles, Lager, Pilsner oder Pumpkin Ale - nicht nur Bierkennern sagen diese Bierspezialitäten etwas, sondern auch dem normalen Bierfan. Craft Biere sind schon länger im Trend. Neu ist allerdings das Craft Beer Festival Cologne, das zum ersten Mal spannende nationale und internationale Bierspezialitäten in Mülheim präsentierte. Knapp 4.000 Craft-Bier Fans kamen und tranken bei den 60 Brauereien aus Deutschland, Schottland, Belgien, England, den Niederlanden, Italien, Dänemark und Polen.

Viele Brauer waren persönlich vor Ort, um persönlichen Kontakt zu den Fans herstellen zu können. Jeder Besucher erhielt sein persönliches Degustations-Glas, das einem Rotwein-Kelch ähnelt. Ausgeschenkt wurden in der Regel 0,1 l pro Bier. Es geht bei Craft Beer-Festivals nicht um Volumen, sondern um Genuss. Immerhin standen rund 350 Biere bei gut 40 Bierstilen beim Craft Beer Festival Cologne zur Auswahl. Craft-Bier trinkt man übrigens von alkoholarm zu alkoholstark oder von hell nach dunkel. Wir haben vier Biersorten getestet und sagen euch auch, wo ihr diese in Köln bekommen könnt.

Brauerei Flügge: Fränk Maracuja / 3,5 %

Wilde und charakterstarke Biere kommen aus Frankfurt von der Mikrobrauerei Flügge. Diese werden in Flaschen abgefüllt, die wunderschön von der Kölner Illustratorin Pia Zölzer etikettiert sind. Ich probiere das frisch-säuerliche “Fränk Maracuja”, das 3,5 Prozent Alkoholgehalt hat. Es erinnert mich an Split Eis mit Maracuja Geschmack. Das fruchtige verblasst nach hinten und die Biernote kommt mehr zum Vorschein. Ist es ein Mädchenbier? Dominik Pietsch, Brauer und Geschäftsführer von Flügge verzieht das Gesicht. “Arrgh, ne, komm’ nicht mit so ‘Mädchen-Jungs Bieren’. Das ist keine gute Kategorisierung. Fränk Maracuja ist frisch und sommerlich. Am besten man hat Sonnenstrahlen im Gesicht beim Trinken”, sagt er.

Biere von der Brauerei Flügge bekommt ihr im Craft Beer Laden “Bier macht schön”.

Privatbrauerei Gaffel: Viking Kölsch / 4,9 %

Was kommt heraus, wenn Craft-Beer Pionier Mikkel Borg Bjergsø sich zusammen mit der Privatbrauerei Gaffel überlegt, wie eine Collaboration Brew aussehen könnte? Viking! Das sind 90 Prozent Pilsener Malz, zehn Prozent Caramel Malz und der spezielle Hopfen Galaxy aus Australien. Viking schmeckt pfeffrig würzig, bekommt durch Cassis, Heidelbeeren und Brombeeren aber eine fruchtige Note. Oder wie Mikkel sagt: “Es ist offensichtlich ein Kölsch, aber die Leute werden feststellen ‘wow, das ist anders’. Tatsächlich hat Viking eine deutlich dunklere Farbe als das typische Kölsch und schmeckt auch irgendwie ernster. Und es wird in Köln gebraut! Mehr über Viking könnt ihr in unserem Artikel “Ein Königreich für unser Kölsch” lesen.

Viking erhaltet ihr im Onlineshop von Gaffel.

Oedipus: Polyamorie / 5 %

Team Oedipus sind vier Freunde aus Amsterdam, die Spaß und Energie zu etwas neuem und anderen vermischen und es Craft Beer nennen. Sie lieben Hopfen, die lieben es sauer und sie lieben Früchte. Das Bier Polyamorie vereint die besten Dinge auf unkomplizierte Weise. “Denn manchmal liegt in einer unerwarteten Kombination von Dingen eine reizvolle Synthese”, wie sie selbst sagen. Der Geschmack einer fruchtigen, sehr saftigen Mango sticht hervor und ist das Hauptmotiv der Polylove-Affäre, die zusammen mit Berliner Weiße und einem US-Stil Pale Ale gemischt wurde. Saure Knospen treffen auf tropisches Fruchtaroma und eine subtile Bitterkeit.

Bier von der Brauerei Oedipus bekommt ihr im Craft Beer Laden “Bier macht schön”.

Brauprojekt 777 : Erdbeer Ale / 5 %

Unverwechselbare und sehr eigene Bier kommen vom Niederrhein vom Brauprojekt 777. Dass mit Herz und Händen gebraut wird, wurde sogar schon international prämiert. Im Angebot sind vier Bierspezialitäten, die zu jeder Jahreszeit passen und saisonale Spezialitäten sind. Passend zum Sommer probiere ich das Erdbeer Ale. Für das Ale werden ausschließlich heimische Erdbeeren verarbeitet, das Bier ist auf diesen gereift (nicht gemischt!). “Es ist schwierig, Aromen ins Bier zu bekommen,” erklärt Brauer Torsten. Das Ale hat feine rotorangene Nuancen, schmeckt säuerlich bitter und macht Lust auf mehr.

Bier vom Brauprojekt 777 bekommt ihr ebenfalls im Craft Beer Laden “Bier macht schön”.

Die Stimmung auf dem “Cologne Craft Beer Festival” war ausgelassen und entspannt. Hauptsächlich Männer tummelten durch die Halle und tranken sich durch das internationale Angebot. Das Festivalticket kostete für beide Tage 20 Euro und war angesichts der großen Auswahl gerechtfertigt. Sicherlich hat der ein oder andere hier zwei beschwippste Tage erlebt. Wann das Festival 2020 nach Köln kommt, ist noch unklar.

Eure Charlotte & Athenea

AUF EINEN BLICK

Craft Beer Festival Cologne
Brauerei Flügge
Privatbrauerei Gaffel
Bier macht Schön
Oedipus
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Pia Zölzer


*Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Gaffel Kölsch.