Featured: Hännesche Puppenspieltheater in der Domstube

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Text: Charlotte Ebert & Fotos: Athenea Diapoulis

Hand aufs Herz: Wer von euch kennt das Hänneschen Theater oder war gar mal in einer Aufführung? Für manch junge Kölner gehört das Puppenspieltheater der Stadt Köln mit Hänneschen und Bärbelchen zur guten Kinderstube. Andere wiederum kennen das Stockpuppentheater gar nicht. Dabei gibt es das traditionelle Etablissement am Eisenmarkt schon seit 1802 und ist aus dem Karneval nicht mehr wegzudenken, seit dem ersten Karnevalsumzug 1823. Heute sorgen 25 festangestellte Mitarbeiter dafür, dass der Vorhang regelmäßig aufgezogen wird.

Handgefertigte Puppen und kölsche Veedelsgeschichten sind magisch

Was das Theater ausmacht? Na seine handgefertigten Puppen, die vom Ensemble in jeder Aufführung live geführt werden - inklusive Gesang. Die Veedelsgeschichten spielen in Knollendorf, einem fiktiven Viertel von Köln und natürlich in Kölscher Mundart. Hänneschen, Bärbelchen, Tünnes, Schäl und viele andere Figuren stellen die typischen Eigenschaften der Kölner dar und berühren damit viele Zuschauer und Hänneschen-Fans: Rund 270 Auftritte gibt es im Jahr und es kursieren die Gerüchte, dass es sehr schwierig ist, an Karten heran zu kommen: Die Puppensitzungen sind auf Jahre ausverkauft.

Bis 2017 strahlte der WDR traditionell die Puppensitzung in seinem Programm aus. Für alle, die das Stück lieber von zu Hause aus sehen wollten oder keine Karten bekamen. Aus finanziellen Gründen jedoch stellte der Fernsehsender das Format leider ein. Neue Partner fand man beim Fernsehsender RTL West und der Gaffelbrauerei. “Es ist eine sehr historisch gelebte Kölsche Marke”, sagt Thomas Deloy, Marketingleiter bei Gaffel: “Die Spieler stecken viel Herzblut und Liebe in die Figuren, aktuelle gesellschaftliche Themen werden widergespiegelt.” Dieses Paket mache die Aufführungen magisch. “Außerdem finde ich es schön, dass man seine Kinder an das kölsche Sprachgut heranführen kann und diese Tradition dadurch weiterlebt”, fügt er hinzu.

Die Spieler stecken viel Herzblut und Liebe in die Figuren, aktuelle gesellschaftliche Themen werden widergespiegelt.
— Thomas Deloy, Marketingleiter Gaffel

Traditionelles Puppenspiel mit aktuellen Themen

Dem können wir nur zustimmen! Jeder, der Karneval feiert und sich in Köln heimisch führt, sollte mindestens einmal im Jahr die liebevoll gefertigten Puppen tanzen und singen sehen.

Vom 28. bis 30. Januar wurde bereits ein feines Kneipenkino in der gemütlichen Domstube des Brauhauses veranstaltet. Schon letztes Jahr gab es das Event, das schnell ausverkauft war. Bei nem lecker halven Hahn und karnevalistischer Stimmung schauten wir uns das aktuelle Stück an, das unter anderem die Auflösung der Fluggesellschaft Air Berlin, den verkümmerten Shootingstar der SPD und den “internetbasierten persönlichen Assistenten mit Lautsprecherfunktion” namens Alexa persifliert. So streiten sich Schäl, der schielende Kölner, und Alexa darüber, ob Kölsch eine Sprache oder ein Bier sei und gehen weiterhin der Frage nach, ob Schäl denn nun ein Name sei, wie Schäl selbst behauptet oder ein "erbärmlicher Zustand", glaubt man Alexa.

Damit alle Fans weiterhin die Möglichkeit haben, die aktuelle Puppensitzung zum Karneval zu sehen, findet am 6. Februar ein Rudelgucken auf dem Eisenmarkt statt. Die Sitzung wird dort auf Großbildleinwand gezeigt und für gerade mal 4 Euro könnt ihr vorher noch einen "Bleck hinger die Britz" werfen:

Hännesche om Iesermaat / 6. Februar 2018
16:00 Uhr: Einlass
16:30 - 17:15 Uhr: Bleck hinger die Britz
17:30 Uhr: Film ab

Der Eintritt zum Public Viewing ist frei! Für ein umfangreiches gastronomisches Angebot ist ebenfalls gesorgt.
Etwas zeitversetzt zeigt RTL WEST ein Streaming der Puppensitzung im Internet. Lost geht's hier um 19 Uhr. 

Eure Charlotte & Athenea

*Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Gaffel.