In stetiger Veränderung: der musikalische Fluss SALOMEA

Gastautorin: Jacqueline Skvorc & Gastfotos: David Heyer

SALOMEA – das sind die vier Wahlkölner Rebbeka Salomea Ziegler, Yannis Anft, Leif Berger und Oliver Lutz. Und das ist auch etwas, das ich so bisher noch nie gehört habe. Abgefahren, schräg, experimentell – das sind nur einige der Worte, die mir einfallen, wenn ich an das großartige Konzert im klub domhof im Rahmen des diesjährigen Acht Brücken Festivals zurückdenke. Wie sie zu viert, mit scheinbar wenig Equipment und mit einer unglaublichen Performance auf dieser winzigen Bühne den Club im Gewölbe des Hauptbahnhofes zum kochen gebracht haben.

Die klangliche Gestaltung bei SALOMEA ist ein stetiger Prozess

Vor vier Jahren gegründet und seit zwei Jahren in dieser Besetzung unterwegs, gehen SALOMEA bei jedem Live-Konzert auf eine neue musikalische Reise. Mit ihren Songs, die sich dem Neo-Jazz oder dem Contemporary Multi-Genre zuordnen lassen, experimentieren die vier Freunde auf der Bühne unglaublich viel und bringen verschiedene Stilrichtungen wie HipHop, Soul und Funk mit unterschiedlichen Effekten und elektronischen Sounds zusammen.

Die klangliche Gestaltung bei SALOMEA ist ein stetiger Prozess und gleicht einem Fluss – „Der Song klingt erst dann richtig gut, wenn auch alle verstanden haben, worum es geht“ erklärt Drummer Leif die kontinuierliche Weiterentwicklung der Songs, „jeder bringt seine Lieblingsmusik und seine Ideen mit ein und damit arrangieren wir die Lieder dann.“

SALOMEA – Ein buntes Genre-Potpourri: Verschiedene Einflüsse werden zu einem

Durch die vielen unterschiedlichen Stilrichtungen, die die vier Freunde auf die Bühne bringen, könnte man meinen, dass es sich bei den Live-Konzerten nach einem heillosen und lauten Durcheinander anhört – aber nein. Sängerin Rebekka – dessen zweiter Vorname auch zum Bandnamen wurde – erklärt: 

Unsere Mission ist es, die unterschiedlichen Einflüsse zu einem werden zu lassen.
— Rebbeka Salomea Ziegler

Und genau das schaffen sie auch. Wie viele verschiedene Genres selbst in einem Song von SALOMEA auch versteckt sein mögen, am Ende ist das Stück in sich wahnsinnig stimmig und eins. So, wie es eben sein soll – und das hören sogar meine Ohren.

Mission musikalische Kommunikation: „Wir wollen die ‚Minds‘ der jungen Leute öffnen.“

Gerade sind die vier dabei, ihr erstes Studioalbum zu veröffentlichen. Doch eins ist und bleibt ihnen am wichtigsten: die Konzerte. Sie sind eine Live-Band, in der sich das musikalische Geschehen auf der Bühne abspielt, auf der sie ihre Songs oft jedes Mal neu arrangieren, mit Sounds und Effekten experimentieren und sich als Band stets weiterentwickeln. „Uns ist es enorm wichtig, diese musikalische Form der Kommunikation zu nutzen, um die ‚Minds‘ der jungen Leute in Köln zu öffnen und sie heutzutage für eine etwas andere Art der Musik zu sensibilisieren“, erklärt Halb-Amerikanerin Rebekka die Mission und auch das Ziel von SALOMEA. „Man hat hier die Möglichkeit ein Vorbild zu sein – und genau das wollen wir.“

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Was auf die Ohren? Pre-Release Konzert von SALOMEA im Blue Shell

Wer auch einmal in die exzentrischen und abgefahrenen Beats von SALOMEA eintauchen und dazu das Tanzbein schwingen möchte, hat am Sonntag, 17. Juni 2018, um 21 Uhr bei den Lab Days im Blue Shell, Luxemburger Straße 32, die Gelegenheit dazu. An diesem Festival-Abend spielt der neue Geheimtipp der Kölner Neo-Jazz-Szene das Pre-Release Konzert für ihr Debut-Album.

Eure Jaci & Euer David


Gastfotograf David Heyer stellt sich vor:

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David Heyer
Grafiker & Fotograf

Mein Name ist David, ich bin gelernter Grafiker und habe mir die Fotografie nebenher noch selbst beigebracht. Ich interessiere mich für Musik, Design und Architektur. Außerdem entdecke ich gern neue Ecken in anderen aber vor allem auch in meiner eigenen Stadt Köln. 

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