Jills Restaurantguide: Im Chum Chay gibt’s köstlich, auch ganz ohne Fleisch!

Text: Jill Gräb & Fotos: Jörn Strojny

Restaurants gibt es in Köln wie Sand am Meer und es ist Zeit, ein wenig Ordnung in die Sache zu bringen!
Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die Essenskultur in unserer Stadt zu erproben und zu erforschen! Wir, das sind Tina und ich (Jill). Wir möchten euch alle zwei Wochen mitnehmen auf unsere kulinarische Erlebnisreise durch Köln und seine hippe, angesagte, exotische und leckere Restaurantwelt. Ausgewählt haben wir die zehn Restaurants, die in unseren Augen am Interessantesten, Vielfältigsten, aber auch Hippsten erscheinen. Es sollen verschiedene Nationalitäten gekostet und verschiedene Orte Kölns besucht werden, die ganz unterschiedliche Bedürfnisse unserer Augen und Münder erfüllen.

In einem ruhigen Innenhof direkt an der Ehrenstraße befindet sich das vietnamesische Restaurant Chum Chay. Der aus Vietnam stammende Inhaber Toni zaubert dort seit einem Jahr seine vegetarische Küche, die viel mit Tofu arbeitet und von der es heißt, dass sie ohne Fleisch hervorragend auskommt. Diese fleischlose aber gemüsereiche Küche werden wir heute probieren und lassen uns überraschen, ob dem so sein wird.

Wie ist euer erster Eindruck?
Jill: Ein sehr schönes Restaurant, wirklich geschmackvoll eingerichtet und in einem tollen Innenhof mitten in der Stadt.
Tina: Eine kleine Oase, um dem Trubel der Ehrenstraße mal kurz zu entfliehen. Mit gemütlichen Sitzmöglichkeiten unter frei Himmel und weiteren Sitzmöglichkeiten in einem hellen und asiatisch angehauchten Stil.

Das haben wir gegessen und getrunken:
Chanh Day – frischer homemade Maracuja-juice: 3,90€
Tra Oi- hausgemachter Guava-Eistee: 3,90€
Tra Carot gung- schmackhafter Ingwer-Carrot-Eistee: 3,90€
SAIGON Bia: 2,90€
Banh Bao – gedämpfte Hefeklöße mit Füllung von Gemüse: 4,50€
Goi Hoa Chuoi – Bananenblütensalat: 6,90€
Xao Sa Ot Bun: 8,90€
Bun Ca Ri: 9,50€
Mi Quang Tron: 9,50€
Creme Xoai – Homemade Mango-Pudding: 3,90€

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Beschreibe das Essen in drei Worten!
Tina:
erfrischend, bunt und lecker.
Jill: exotisch, leicht, mild.

Was war euer kulinarisches Highlight und warum?
Tina:
Mein absoluter Liebling ist der Bananenblütensalat. Besonders die selbst gemachte Soße hat es mir angetan. Außerdem gefällt es mir sehr gut, dass die Gerichte viel Gemüse beinhalten. Das Chum Chay ist für mich wirklich eine Möglichkeit auch auswärts ausgewogen essen zu gehen.
Jill: Ich glaube, mein kulinarisches Highlight war der frittierte Bio-Tofu mit Sojakruste im Bananenblütensalat. Ich mag eigentlich nicht so gerne Tofu, aber vor allem der hat mich sehr überzeugt, weil er außen leicht kross war, aber innen butterweich. Der Homemade Mango-Pudding mit Maracuja Kernen hat Suchtfaktor, da er frisch und nicht zu süß ist, und ist damit bei warmem Wetter perfekt.

Worauf legt das Restaurant eurer Meinung nach wert?
Jill: Ich glaube, das Restaurant legt wert auf authentische vietnamesische Küche, die aber ohne Fleisch auskommen möchte und auskommt! Ich glaube, hier wird wert auf gute Qualität und möglichst gesunde Inhaltsstoffe in den Gerichten, gelegt.
Tina: Das Restaurant bietet eine wirklich bunte und abwechslungsreiche Auswahl an vegetarischen asiatischen Gerichten, die auch selbst den größten Fleischesser überzeugen können?!

Wie umfangreich ist die Karte?
Tina: Auch das Chum Chay scheint eins von den Restaurants zu sein, – die wir besucht haben – die eine abwechslungsreiche, aber übersichtliche Karte haben, betreffend der Anzahl der Gerichte. Dennoch bietet die Karte definitiv genug Abwechslung und die Entscheidung für ein Gericht ist nicht gerade leicht.
Jill: In der Speisekarte wird sehr ausführlich beschrieben, was einen in jedem Gericht erwartet, von daher weiß man ungefähr, was man bekommt. Außerdem gibt es eine Tageskarte mit jeweils zwei saisonalen alternativen Gerichten.

Mit welchem Gefühl geht ihr nach Hause?
Jill:
Dadurch, dass das Essen im Ganzen sehr leicht war, bin ich nicht zu vollgefressen. Und der Mango-Pudding war so frisch, dass er mich noch mal wach gemacht hat.
Tina: Ich geh quasi mit dem Gefühl nach Hause meinem Körper etwas Gutes getan zu haben, da ich manchmal im Alltag mit all seinen Aufgaben dann auch mal eher zu etwas ungesünderem Essen greife.

Zwei Fragen an den Inhaber Toni.

Wie kamst du auf den Namen Chum Chay?
Toni:
Die buddhistischen Mönche haben jeder eine Schale, die nennt man bei uns ‚Chum’. Mönche dürfen sich bei uns nichts wünschen, sie müssen konsumieren, was ihnen die Leute spenden. Wenn du mit deiner Chum einmal am Tag auf die Straße gehst, musst du essen, was die Leute dir spenden. Das ist ein Symbol – sehr buddhistisch. ‚Chay’ heißt vegetarisch, also eine ‚vegetarische Schale’. Ich mag einfach Dinge, die mit dem Leben verbunden sind.  

Hast du ein Lieblingsgericht?
Toni:
Es gibt Dinge, die ich gern esse, aber das sind Phasen, deshalb ist das schwer zu sagen. Ich kreiere diese Karte, und man muss schon gucken, dass es authentisch ist, aber die Leute nicht von den Zutaten erschreckt werden, weil sie nicht wissen, was sie da essen. Authentisch heißt nicht, dass es so sein muss und nicht anders, es muss irgendwo Anpassung da sein, aber man verwendet originale Gewürze und Zutaten. Essen ist wie Mode, es gibt immer wieder neue Gerichte und trotzdem kommt man wieder zurück zu den Wurzeln.

 urheberrechtlich geschützt, Veröffentlichung nur nach schriftlicher Genehmigung

Chum Chay
Friesenwall 29
50672 Köln

Öffnungszeiten:
Montag-Samstag: 12-23 Uhr
Feiertag: 15-23 Uhr
Sonntag: Ruhetag

Eure Jill, Tina & Jörn

JILLS RESTAURANTGUIDE IST EINE SERIE, DIE ALLE ZWEI WOCHEN AUF WEARECITY ERSCHEINT.
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