Jills Restaurantguide: Authentisch japanische Küche im Kaizen

Text: Jill Gräb & Fotos: Jörn Strojny


Restaurants gibt es in Köln wie Sand am Meer und es ist Zeit, ein wenig Ordnung in die Sache zu bringen!
Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die Essenskultur in unserer Stadt zu erproben und zu erforschen! Wir, das sind Tina und ich, Jill. Wir möchten euch alle zwei Wochen mitnehmen auf unsere kulinarische Erlebnisreise durch Köln und seine hippe, angesagte, exotische und leckere Restaurantwelt.

Ausgewählt haben wir die zehn Restaurants, die in unseren Augen am Interessantesten, Vielfältigsten, aber auch Hippsten erscheinen. Es sollen verschiedene Nationalitäten gekostet und verschiedene Orte Kölns besucht werden, die ganz unterschiedliche Bedürfnisse unserer Augen und Münder erfüllen.

Das nun zehnte, und leider auch letzte Restaurant unserer Reihe wird heute das “Kaizen” auf der Lindenstraße sein, das sich zwischen dem Rathenauviertel und dem Belgischen Viertel befindet. Das Restaurant, das es bereits seit fast drei Jahren gibt, wirbt mit authentisch japanischer Küche und einem modernen Ambiente. Geführt wird es von dem Ehepaar Martyna und Joshi. Wir sind gespannt und freuen uns auf einen letzten kulinarischen Abend!  

Wie ist euer erster Eindruck?
Tina: Auf den ersten Blick macht das Restaurant schon von außen neugierig. Was ich halt super gern mag an Restaurants, ist, wenn schon von außen ein gewisses Flair vermittelt wird, wie hier durch die japanischen Schriftzeichen an der Fassade.
Jill: Ich find den Laden von außen tatsächlich eher unscheinbar. Am Abend sieht man das Leuchtschild aber ganz gut, ansonsten ist es durch zwei mittelgroße Fenster mittelgut einsehbar. Drinnen ist es aber wundervoll stilvoll. Die Wände und das Interieur sind in dunklen Farben gehalten und das Licht durch die tollen Lampen angenehm gedimmt.

Das haben wir gegessen und getrunken:

Hausgemachte Limonaden 4,50€

Mango Avo Cashew Salat 9,80€
Gyoza 6€

Veggie Dragon Roll (vegan) 12€
Volcano Roll 14€
Karaage 9,80€

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Welche Specials gibt es hier?
Jill: Es gibt auch hier hausgemachte Eistees und Limonaden, die sich toll gelesen haben, toll aussahen, super frisch und gesund geschmeckt haben. Auch die Sushi Rollen werden erstaunlich schön angerichtet. Die Rolls sind aufgetürmt und mit Sesam, oder Masago und Frühlingszwiebeln verziert. Das Karaage (frittiertes Hähnchen) gibt’s mit Poore Ingwer, Sesamöl und Chillifäden.
Tina: Mir ist aufgefallen, dass Salate in vielen Restaurants vernachlässigt werden. Hier war aber schon der Salat einfach ein mega Special mit den Cashewkernen, Avocado, Mango und dem tollen Dressing. Das war wirklich nahrhaft. 

Was ist euch besonders aufgefallen?
Jill: Ich finde total toll, dass die Menükarten handgeschrieben sind. Und das Essen sieht durch die Anrichtung und die frischen Farben aus wie Kunst. Und die Qualität ist auch erstklassig! Man hat wirklich frische, hochwertige Zutaten, die bewusst gewählt sind und damit echt eine Geschmacksexplosion im Mund auslösen.
Tina: Ja, gerade an einem verregneten Tag, war es echt eine Oase für die Augen. Es war visuell und vom geschmacklichen her top! Also wenn ihr visuell unterwegs seid, ist das auf jeden Fall etwas für euch. 

Wie fühlt ihr euch nach dem Essen?
Tina: Ich fühl mich echt gut und ich finde, das ist tatsächlich auch eine wichtige Frage, weil Essen manchmal so propagiert wird, dass man vollgefressen sein muss, wobei ich das überhaupt nicht geil finde. Ich bin jetzt satt, aber habe nicht dieses Fresskoma, was man nach manchen Restaurantbesuchen hat. 
Jill: Obwohl die Volcano Rolls frittiert sind, liegen sie mir ganz und gar nicht schwer im Magen.

Wie ist euer Fazit?
Tina: Es war eine schöne Alltagsauszeit nach einem Arbeitstag.
Jill: Ein tolles Restaurant, in das ich immer wieder gerne gehen möchte, bis ich einfach alles mal gegessen hab!

ZWEI FRAGEN AN DIE Inhaberin Martyna:

Martyna, inwiefern ist euer Restaurant ein authentisch japanisches Restaurant?
Martyna: Authentisch ist es, weil wir in der Küche nur Japaner beschäftigen, die japanisch kochen und schon in Japan gekocht haben. Sie haben Erfahrung und Rezepte aus Japan mitgebracht. Ich bin selbst auch oft in Japan um neue Geschmäcker zu erforschen und sie mit nach Deutschland zu bringen.

Wie kam es zu der Idee ein Restaurant zu gründen?
Martyna: Also, Joshi und ich haben uns 2014 kennengelernt und sofort verliebt. Und nach ungefähr acht Monaten (schmunzel) haben wir beschlossen etwas gemeinsam aufzubauen und es lag auf der Hand – da Joshi Koch ist – dass wir ein Restaurant eröffnen. Nach einem Jahr, nachdem es mit dem Restaurant gut lief und mit uns, haben wir dann beschlossen zu heiraten und führen das Restaurant jetzt seit über zwei Jahren.

Kaizen
Lindenstraße 67
50674 Köln

Öffnungszeiten:

Di. – Do. 18 – 23 Uhr
Fr. und Sa. 18 – 23:45 Uhr

Eure Jill, Tina & Jörn

JILLS RESTAURANTGUIDE IST EINE SERIE, DIE ALLE ZWEI WOCHEN AUF WEARECITY ERSCHEINT.

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