Ölmühle Solling: Für den Ölwechsel in der Küche einmal zum Friesenwall

Text: Jacqueline Skvorc  & Fotos: David Heyer

Seit Juni letzten Jahres gibt es auf dem Friesenwall in der Kölner Innenstadt einen ganz besonderen Laden – die Ölmühle Solling aus Niedersachsen verkauft hier Öle, Essige, Mehle und Keramik. Hier kann man Wahlkölnerin Sarah Baensch im Mühlenladen besuchen,  die Vielfalt der Öle mit allen Sinnen genießen und für einen Ölwechsel in der eigenen Küche sorgen.

Vor 23 Jahren kauften sich Sarahs Eltern eine Ölpresse und starteten, Raps-, Sonnenblumen- und Leinöl selbst herzustellen. Lebensmitteltechnologe Werner Baensch hat schon immer gerne viel ausprobiert, Dinge selbst gefertigt und den Qualitätsstandard stets hoch angesetzt. Und so entstanden mit der Zeit immer mehr Ölsorten, Essige und Mehle – und irgendwann so auch ein Familienunternehmen mit großem Traditionsgehalt im Weserbergland. Sarah ist vor sieben Jahren für das Studium nach Köln gezogen und hier in der schönen Domstadt hängen geblieben. 

Ich habe jahrelang oft riesige Bestellungen von Freunden von Niedersachsen ins Rheinland gebracht, da entstand die Idee des eigenen Ladens in Köln.
— Sarah Baensch

Würzöle, Essige, Pestos oder Balsamico-Cremes – im Mühlenladen darf alles probiert werden

Das Besondere am Laden der Ölmühle Solling: Man kann und darf alles probieren. Würzöle, Essige, Pestos oder Balsamico-Cremes: Sarah und ihr Team beraten ihre Kunden mit viel Herz und Kompetenz. „Jedes Öl hat seinen Fan“, sagt Sarah, und so ist auch die vielleicht unscheinbarste oder verrückteste Sorte aus dem Sortiment nicht mehr weg zu denken. Suppengrün, Kaffee-Mandel oder auch Koriander-Fenchel-Dill sind einige Würzöl-Sorten, die es wohl in herkömmlichen Ölregalen in Supermärkten nicht zu finden gibt. In den Würzölen werden echte Kräuter und Gewürze verarbeitet – „nur“ Aromen kommen Papa Baensch nicht in die Flasche. Und auch das Chili-Öl hat bereits viele Anhänger in Köln gefunden: Der feurige Verfeinerer mit fast 5000 Scoville ist zum Abschmecken bei Tisch nicht für schwache Nerven geeignet.

Öle können so viel mehr: „Mutig werden und mit Öl experimentieren“

Was Sarah ihren Kunden am Friesenwall stets mitgibt? „Mal sollte mutig werden und mit Öl experimentieren – man kann mit verschiedenen Ölsorten so viel mehr machen, als damit nur einen Salat zubereiten.“ Das an Marzipan erinnernde Pflaumenkern-Öl passt hervorragend ins morgendliche Müsli, Nana-Minze schmeckt toll zu frischem Obst und das Ingwer-Lemongrass-Öl verfeinert jede Kokossuppe mit einem asiatischen Touch. In der Ölmühle in Niedersachen werden täglich Öle kalt gepresst – und immer nur so viele, wie in der nächsten Woche auch verkauft werden. So kommen die Öle stets „mühlenfrisch“  bei den Kunden in Köln an.

„Köln is e Jeföhl“ – und das auch für Sarah und ihren Mühlenladen

In Köln fühlt Sarah sich zuhause – und das in jeglicher Hinsicht. „Die Menschen in Köln sind super entspannt. Es heißt ja nicht umsonst ‚Köln is e Jeföhl‘.“ Und auch der Mühlenladen hat jetzt seit über einem Jahr am Friesenwall sein Zuhause gefunden – und dazu auch mittlerweile eine große Stammkundschaft, die Wert legen auf hochwertige Bio-Qualität und einen regelmäßigen Ölwechsel in der Küche.

Wer auch einmal im breiten Öl- und Essig-Sortiment der Ölmühle Solling stöbern und schmackhafte Ölsorten probieren möchte, kann montags bis freitags von 11 bis 19 und samstags von 11 bis 18 Uhr am Friesenwall 29 vorbeischauen. Hierzu lädt Sarah alle ganz herzlich zum Tag der offenen Tür am 1. September ein. Passend zum kulinarischen Herbstauftakt können hier in gemütlicher Runde alle Fragen rund um das Thema Öl vom Team beantwortet werden. Und am Mittwoch, 3. Oktober, findet im Bumann & SOHN in Ehrenfeld wieder Der Grüne Markt statt – auch hier ist der Mühlenladen Köln von 12 bis 19 Uhr mit einem Stand vertreten.

Eure Jacqueline & David 

Ölmühle Solling
Baumann & SOHN
Der Grüne Markt