"Die Stadt soll leuchten!" - sagen die radikalen Optimisten

Gastautorin: Jacqueline Skvorc & Fotos: Athenea Diapoulis

Zwei Brüder aus der Schweiz schließen mit der Vergangenheit ab und suchen einen Ersatz für das, was sie zurückgelassen haben. Auf ihrem Weg lernen sie inspirierende Menschen kennen und werden radikal – radikal optimistisch. In ihrer Wahlheimat Köln treffen sie sich einmal im Monat im Waschsalon Cleanicum am Brüsseler Platz, um interessierten Kölnern zu zeigen, wie wichtig der Optimismus in dieser Welt ist und was man selbst tun kann, um die Person zu werden, die man wirklich sein möchte.

Radikale Optimisten – das ist eine Community für Persönlichkeitsentwicklung. Die Gründer sind Lionel und Philemon Schibli, zwei Brüder aus der Schweiz. In ihrem Elternhaus, in dem die Kirche stets ein fester Bestandteil war, sind sie sehr religiös erzogen worden. Das zuerst in ihrer Heimat Schweiz und dann, nach der Familienauswanderung nach Deutschland, im oberbergischen Morsbach. Als sie erwachsen waren, haben sie jedoch für sich festgestellt, dass ihnen die Kirche keinen Halt gibt. Sie nabelten sich ab – von der Religion, ihrem Elternhaus und ihrer Heimat. Sie gingen in Köln auf der Suche nach einem neuen Halt und sich selbst. Sie suchten Antworten, kämpften gegen die unbekannte Leere an und fanden so den Weg in die die Persönlichkeitsentwicklung.

Was man tun muss, um gegen das Leid auf der Welt anzukämpfen? Radikal optimistisch sein!

Lionel, Jahrgang 1990, der sich nach seiner Ausbildung in Zürich als Schauspieler und Coach mit daily jobs über Wasser hält, und sein zwei Jahre jüngerer Bruder Philemon, der als MMA-Sportler tätig ist, starteten im Mai letzten Jahres einen gleichnamigen Podcast. Hier unterhalten sie sich einmal im Monat über spirituelle Themen, beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten Aspekten der Persönlichkeitsentwicklung, reflektieren und hinterfragen. Hinterfragen, warum es so viel Leid und Elend auf der Welt gibt, warum Menschen nicht zufrieden sind, so, wie sie sind und was man dagegen tun kann. Auf die letzte Frage haben sie für sich eine Antwort gefunden: optimistisch sein. Und das am besten radikal. „Optimismus macht Sinn, deswegen muss man ihn leben“, betont Lionel als Kern der Lebensphilosophie der Radikalen Optimisten.

Jeden Monat gibt es ein Communitytreffen am Brüsseler Platz – mit Vortrag, Workshop und gemütlichem Beisammensein

Aus dem Podcast entwickelten sich die Treffen im Waschsalon und auch der Kern der Community wuchs auf vier Leute an. Seit Juni 2017 organisieren die Brüder zusammen mit den anderen beiden Mitgründern Robin Will und Marvin Vogel jeden Monat spannende Vorträge von eingeladenen Gastspeakern zum Thema Persönlichkeitsentwicklung und mitreißende Workshops für alle Anwesenden. Zu Gast waren bereits Autorin und Psychologin Laura Depping, Speaker Peter Littau mit dem Thema „Morgenroutinen und Selbstmanagement“ und zuletzt auch Julia Colella, die eine Art Online Coaching-Blog betreibt: Seelenschokolade. Mittlerweile ist auch die Community größer – und wächst jeden Monat mehr.

Das Engagement für die eigene Stadt steht hier im besonderen Fokus. Die Radikalen Optimisten möchten eine Inspiration für alle Kölner sein und ihnen einen Ort bieten, an dem sie sich austauschen, wachsen und sich selbst entdecken können. Dabei ist es Lionel Schibli ein Anliegen, alle Kölner zu inspirieren und ihnen den Optimismus zu zeigen: „Die Stadt soll leuchten! Ich möchte, dass ich auf der Straße starken, kräftigen und mutigen Kölnern begegne – denn alle wollen das good life. Und dazu muss man radikal sein.“

Wer Lust hat, selbst einmal radikal optimistisch zu sein und sich zum Thema Persönlichkeitsentwicklung auszutauschen, hat immer am letzten Sonntag im Monat die Chance dazu.

Das nächste Communitytreffen der Radikalen Optimisten findet am 25. März 2018, 16 Uhr im Waschsalon Cleanicum, Brüsseler Straße 74-76, statt. Einlass ist ab 15.30 Uhr. Weitere Veranstaltungen findet ihr hier.

Eure Jaci & Athenea


Gastautorin Jacqueline Skvorc stellt sich vor:

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Jacqueline Skvorc
Medien- und Kulturwissenschaftlerin

Nach meinen Studien der Mehrsprachigen Kommunikation Spanisch Englisch und der Europäischen Kultur und Wirtschaft mit meinem Herzensschwerpunkt Medienwissenschaften in Köln, Madrid und Bochum lebe ich seit Mitte 2017 wieder in der wundervollen Domstadt. Viele Ausflüge in Redaktionen, Presse- und Socia Media Abteilungen, Werbeagenturen und seit neuestem in meinen eigenen Blog haben mir auf meinem Weg immer wieder gezeigt, dass das Schreiben meine große Leidenschaft ist. Aktuell arbeite ich bei einer NGO in der Nähe von Bonn und bin in meiner Freizeit gerne und viel auch mit der Kamera in Köln unterwegs – sei es auf ausgefallenen Märkten, tollen Konzerten oder in den besten Sushi-Restaurants der Stadt.
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