Featured: "Cologne Fine Arts"

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Text: Charlotte Ebert & Fotos: Athenea Diapoulis

Schönheit und Kunst liegen ja oft im Auge des Betrachters. Meine Kunstwerke, die ich während der Schulzeit im Kunstunterricht anfertigte oder zu Hause malte, kamen nie über ein 'befriedigend' oder den Waschraum im Keller hinaus. Ich gehöre wahrscheinlich nicht zu den Künstlern, die mit ihren Händen Werke schaffen, die noch nach dem Tod von Bedeutung haben. Doch es gibt diese alten Meister und Ikonen, die derart Außergewöhnliches verwirklichen, das noch viele Menschen nach ihrem Tod Freude an deren Kunst haben. Viele Arbeiten dieser sagenhaften Künstler sind ab sofort und übers Wochenende auf der Cologne Fine Art zu sehen. Zum 47. Mal laden 88 Galerien aus neun Ländern dazu ein, sich von Kunst und Design aus sämtlichen Epochen der Zeit inspirieren zu lassen.

"Nirgends sonst gibt es so viel Vielseitigkeit wie hier, nirgends sonst kann man mehr Kunst erleben", sagt Thole Rotermund, Sprecher vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler. Rotermund ist Kunsthändler und entdeckte mit 14 Jahren seine Liebe zur Kunst, "als Henri Nannen mich durch seine private Kunstsammlung führte". Da sei dem Hamburger klar geworden, dass er mit Kunst arbeiten möchte. Heute ist er auf Papierarbeiten des deutschen Expressionismus und der klassischen Moderne spezialisiert.  "Ob angewandte Kunst, Skulpturen, Objekte oder Kunst aus dem 19. und 20. Jahrhundert, alles ist dabei", schwärmt der Händler über die Cologne Fine Art, der  "kontinuierlichsten Kunstmesse der Welt".

Mit diesen Worten mischen wir uns unter das Messevölkchen, das zugegebenermaßen im Schnitt ein paar Jahre älter ist als wir. Und wahrscheinlich etwas betuchter. Vornehme Frauen tragen glitzernde Broschen an ihren Kostümen und gut sitzende Fönfrisuren. Manch ein Herr fällt durch seinen exzentrischen Anzug oder mit bunten Socken auf.

Ob angewandte Kunst, Skulpturen, Objekte oder Kunst aus dem 19. und 20. Jahrhundert, alles ist dabei!
— Thole Rotermund, Kunsthändler

Das Publikum ist älter, die meisten Kunstwerke auch. Langweilig oder spießig wären aber definitiv die falschen Worte, um die Messe zu beschreiben. Am Stand der italienischen Galerie Theatrum Mundi SRL entdecken wir die originale Maske von "The Thing", die Jamie Bell 2015 für den Film "Fantastic Four" getragen hat. Direkt daneben finden wir eingerahmtes Haar von Chewbacca, dem Wookiee aus Star Wars, käuflich für 1.200 Euro.

Ein Rundgang über die Messe, die sich auf die Halle elf begrenzt und somit die Galerien und Künstler verdichtet nebeneinanderstellt, macht uns klar, dass wir heute wohl keinen Shoppinganfall haben werden. Doch es macht Spaß, die Epochen und unterschiedlichen Kunststile und Designwerke für sich zu entdecken: Bilder des amerikanischen Pop Art Malers Roy Lichtenstein hängen gegenüber den zeitgenössischen Skulpturen von Jeff Koons, der dafür bekannt ist, Konsumgüter zu verfremden und zum Ausgangspunkt seiner Kunst zu machen.

Ein paar Meter weiter locken Diamanten und bunte Edelsteine besonders viele Damen zum Stand von Traute Conrad.

Sie präsentiert eine Auswahl schillernde Klunker aus ihrem Geschäft, in dem sie Vintage Chanel Schmuck verkauft. Auch uns entfährt ein kleiner Seufzer. Wie das funkelt!

Progressiv und zukunftsweisend ist es hingegen auf der "Young Designer Space" Fläche. Hier stellen Studierende der Köln International School of Design aus: Leon Schniewind und Carsten in der Elst, die unter dem Namen "gelbrosa" ihre Sicht auf die Dinge des täglichen Lebens mit Entwürfen, Prototypen und Modellen von Möbeln sowie Accessoires exponieren. Außerdem treffen wir hier den 26-Jährigen Janno Ströcker, ebenfalls Student der KISD, der mit seiner Abschlussarbeit für den diesjährigen Kölner Design Preis nominiert ist. "Constructed and grown" ist eine Konzeptstudie, die aufzeigt, wie hilfreich Moos mit seinen klimarettenden Eigenschaften ist. Denn Moos filtert Feinstaub und kann damit die Luft säubern. Aber nicht nur, dass das Moos den Feinstaub 'aufsaugt' und die Luft dadurch reinigt, nein, der Feinstaub düngt den Moos sogar. Wodurch dieser wächst und mehr Feinstaub aus der Luft ziehen kann. Seine Studie ist speziell für Innenräume angelegt. "Mit der Arbeit möchte ich das Thema für viele Leute zugänglich machen und für das Thema sensibiliseren", so der Absolvent.

Wir hatten einen sehr interessanten und gemütlichen Tag auf der Messe. Viele internationale Kunst wird ausgestellt, viel Klassisches ist dabei, aber auch Zeitgenössisches. Und spannende Leute, mit teilweise exklusivem Garderobengeschmack gibt es noch obendrauf. Beim nächsten Mal würden wir eine FineArt Tours buchen, bei der Kunstvermittler des Museumsdienstes Köln Führungen über die Messe geben und aufschlussreiche Informationen vermitteln, wie beispielsweise die Gedankegengänge hinter bestimmten Kunstwerken.

Cologne Fine Art
Kölnmesse


23. bis 25. November 2017 : 11 - 19 Uhr
26. November 2017: 11 - 18 Uhr

Tageskarte: 18 Euro
Ermäßigt: 13 Euro
Abendkarte 23.-26.11.2017:  8 Euro
(gültig ab 16 Uhr, 26.11.17 ab 15 Uhr)

Eure Charlotte & Athenea

* Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Gaffel Kölsch.